11.8.08

6 Jours de l'Aveyron

Nächste Station der OL-Tour war der 6-Tage-Lauf in Aveyron. Dazu fuhren wir von der Auvergne etwa 250 km nach Süden, in die Gegend südlich von Millau.
Im Vorfeld hörte man Schauergeschichten über die Schwierigkeiten des dortigen Geländes ("... schwierigstes Terrain in dem ich je gelaufen bin..."). In der Tat war das Gelände sehr speziell: meistens relativ offen, steinig mit vielen Buschpartien, dazu teilweise unübersichtliche Felspartien.
Die erste Etappe gelang mir gut. Ich hatte nur wenig Zeitverluste und konnte das Rennen zu meiner Ueberraschung gewinnen, waren doch etliche illustre Namen unter den 90 Konkurrenten.
Leider konnte ich die Leistung vom ersten Tag nicht wiederholen, denn in der zweiten Etappe liess ich einen Posten aus... Es wäre trotz massiven Fehlern noch die zweitbeste Zeit gewesen.
Die Motivation sank danach erheblich und zudem unterliefen mir in allen weiteren Rennen noch zeitraubende Fehler.
Läufer mit fehlenden Posten blieben weiter in der Gesamtwertung. Allerdings wurde ihnen die schlechteste Tageszeit ihrer Kategorie plus 30 Minuten aufgebrummt! Das bedeutete in meinem Fall satte 2 Stunden 54 Minuten statt meinen gelaufenen 44 Minuten...
Mit diesem Handicap von 2h10m belegte ich am Schluss noch den 26. Rang (von etwa 90 Läufern). Ohne mein Missgeschick hätte es eigentlich zu einem Podestplatz reichen sollen.




Etappe 1:

P.1: zum Zaun, dann durch die Mulde.
Zu P.3 parallel zum Zaun, etwas direkter wäre schneller.
P.4: etwas zu weit nach rechts geraten und gezögert.
P.5: versteckte Flagge, Loch unter Gebüsch.
P.8: versteckt zwischen Steinen im Gebüsch, Glück gehabt.
P.9: etwas rechts überlaufen, dann zurück und durchs Dickicht zum Posten.
P.10: zuerst vor dem Posten etwas zu tief gekommen.
P.11,12: gut, an den grossen Felsbrocken orientiert.
P.13: gezögert, dann aber weiter gelaufen, ok.
P.14,15: gut, das Gelände war übersichtlich.
Total nur 1 bis 2 Minuten Zeitverluste, das reichte zum Tagessieg.




Etappe 2:

P.1: sichere Route auf Wegspuren unten durch, dann hoch.
P.2: links neben dem Posten gelandet, 1.5 Minuten gesucht.
P.3: ok
P.4: viel zu hoch geraten, 2 Minuten an falschen Felsen gesucht.
P.5,6,7: gut.
P.8: rechts herum auf Weg und Getränkeposten.
P.9,10: ok
P.11: zu früh zwischen die Felsen, etwas gesucht (40 s).
P.12: zuerst in falsche Mulde (20 s).
P.13: völlig falsche Richtung gelaufen, am P.11 gelandet! (2 Min).
P.14,15: gut.
P.16: zu stark links gehalten, dann auf P.17 gelesen und P.16 ausgelassen!
P.17: am Schluss rechts unten durch die Felsen statt links herum (1.5 Min).
Rest ok.
Bilanz: Fehlertotal etwa 8 Minuten und das Schlimmste: ein fehlender Posten! Konsequenzen siehe oben.




Etappe 3:

Schneller Start, gutes Tempo bis vor P.3. Dort gegen 2 Minuten den versteckten Posten zwischen den Steinmauern und Büschen gesucht.
P.4.: ok.
P.5: Kartenkontakt beim Ueberqueren der Felsbarrieren verloren und den Posten überlaufen. 5 Minuten gesucht.
Rest noch fast perfekt gelaufen. Noch 5. Tagesrang.





Etappe 4:

P.1: vom Weg aus gut gefunden.
P.2: zu vorsichtig über den Weg angelaufen, trotzdem kurz gesucht (1 Min).
P.5 bis 7: langsam und vorsichtig, keine wesentlichen Zeitverluste.
P.8: anfänglich schlechte Route, zu weit links im Grün geblieben, statt über die Wege zu laufen (1.5 Min).
P.9 bis 12: gut.
P.13: Loch im diffusen Gelände verfehlt. Schliesslich an der Mauer aufgefangen und zurück (1.5 Min).
Rest ok.
Tagesrang 7.




Etappe 5:

Kartenmassstab 1:5000 (vorherige Etappen 1:7500).
P.1: vorsichtig von der Wegbiegung aus angepeilt. Trotzdem am Posten vorbei und wieder zurück (30 s).
Auch P.3 und vor allem P.4 im Postenraum kurz gesucht.
P.5 und P.6: perfekter Kompasslauf, gut.
P.7: gut in den Postenraum gekommen. Flagge nicht gesehen (wenig Licht) und auf falscher Seite den Fels hoch, dann wieder zurück (1 Min).




P.8: ok
P.9: Umwege um die Felsen, statt direkt (1 Min).
P.10,11: ok.
P.12: im Felslabyrinth vor dem Posten den Kartenkontakt verloren. Schliesslich in einer Senke aufgefangen (4 Min).
Tagesrang 9. Auf die Bestzeit glatte 10 Minuten verloren!








Etappe 6:

Läufer mit Rückstand bis 1 Stunde starteten im Jagdstart um 11:00. Bei H60 waren dies gerade noch 9 Konkurrenten. Der grosse Rest ab 7:30 im 2 Minutenabstand.
Wieder Massstab 1:5000.
Einigermassen gut bis vor P.5. Dort zu weit links in die Felsen gekommen und den Kartenkontakt verloren. 6 bis 7 Minuten umhergeirrt bis ich den Posten in einem Felsdurchgang endlich fand.
Rest wieder recht gut.
Nochmals Tagesrang 9.




Ergebnisse (Unter "MATRACE" findet man RouteGadget. H60 lief auf der Bahn M)




OL, ein Sport für Wohnmobilisten?
Gegen 100 Wohnmobile standen jeweils in der Nähe des Zielplatzes. Das Bild zeigt den Stellplatz für die Etappen 2, 3 und 4.
Eine wahre Staubwüste. Wir verzogen uns dann in angenehmere Gefilde...












Camping in Nant.

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