15.7.12

Swiss 5 Days

Die erste Etappe des Schweizer 5 Tage-OL, welcher gleichzeitig mit der Weltmeisterschaft bei Lausanne stattfindet, wurde als Sprint im Universitätsgelände in Dorigny ausgetragen. Die Bahn war einfach und testete vorwiegend die läuferischen Fähigkeiten. Der Gebäudekomplex im nordwestlichen Teil, der interessante Strecken geboten hätte, wurde nur gestreift. Eine "Finesse", wo ich kurz zögerte, war der Posten 14. Hier lässt die Karte einige Fragen offen. Die Teilstrecke P.16-P.17 bietet 2 legale Varianten für das Umlaufen an, beide etwa gleichwertig. Direkt durch den Bach ist nicht zulässig, das Gewässer ist von soliden schwarzen Linien begrenzt.Gemäss den Zwischenzeiten hätte man hier wohl das halbe H65-Feld disqualifizieren müssen...
Mit meinem Lauf war ich zufrieden, keine groben Fehler und damit Rang 5 von 54.

Rangliste  

 Posten 14 (2 Treppen) und die ominöse Strecke 16-17 mit Abkürzungsmöglichkeit.







Etappe 2 bei Saint George:

Eine schwierige und auch physisch anspruchsvolle Bahn.Felsiges Gelände mit viel Fallholz.Ich hatte ein missglücktes Rennen. Schon zu Posten 1 eine Suchaktion von gut 3 Minuten. Da ich Bedenken wegen meinem rechten Knie hatte, schaute ich zuviel auf den Boden statt auf die Karte und den Kompass.
Dann ganz gut bis P.4, Das Knie schien keine Probleme zu zeigen.
P.5, etwas undefiniert im Grün, suchte ich wieder etwa 1.5 Minuten.
Statt P.7 lief ich irrtümlicherweise P.8 an. Mehr schlecht als recht von dort zu P.7 und wieder zu P.8 (nochmals etwa 3..4 Minuten verloren).
Der Rest dann noch einigermassen ok, aber langsam und zunehmend erschöpft.
Ueberraschenderweise noch Rang 4 von 57, aber mit 13 Min. Rückstand!
Den ersten Posten haben offenbar etwa zwei Drittel der Läufer mehr oder weniger lang gesucht.

Fazit: Kandidat für das Streichresultat.

Rangliste 


Etappe 3: Givrine oberhalb Saint Cergue: 

Mittelstreckenlauf in steinigem Gelände, teils schwer belaufbar.
Die ersten zwei Posten waren trivial, den dritten überlief ich und landete an Posten 4. Gut 3 Minuten waren verloren. Dann ok bis P.6.
Vor P.7 trat ich in ein Felsloch und verletzte das linke Knie. Weiterlaufen unmöglich, humpelnd zum Ziel.

Damit ist für mich der 5-Tage-OL zu Ende und auch die geplanten Läufe in Kroatien und Slovenien werden wohl ins Wasser fallen :-((


Der Doktor sagt: Zerrung des Innenbandes. 2 Wochen bis Velotraining, 4..5 Wochen bis Lauftraining.

6.7.12

WMOC

Die Weltmeisterschaften der Senioren fanden in Deutschland und zwar im Harz statt. Das Gelände, die Karten und die Organisation waren gut, das Wetter wechselhaft. In meiner Kategorie, den M65, gingen etwa 430 Läufer an den Start.

Meine Resultate entsprachen nicht ganz meinen Erwartungen. Im Sprint noch akzeptabel: Nach dem Quali-Lauf Rang 10 mit einem nicht ganz sauberen Lauf hatte ich im A-Final ein praktisch fehlerfreies Rennen, das für den 21.Rang (von 84) reichte.

Ueber die klassische Distanz schnitt ich bedeutend schlechter ab. In beiden Qualifikationsläufen beging ich grobe Fehler mit jeweils etwa 8 Minuten Zeitverlust. Das reichte zwar noch knapp für den A-Final, jedoch mit einer ganz frühen Startzeit. Dort beging ich zwar etwas weniger Fehler (~5 Minuten ), was aber nur den Rang 53 von 84 ergab :-(


Sprint-Qualifikation am 1.7. in Bad Harzburg. Eine technisch eher leichte Bahn im Kurpark- und Stadtgelände. Die Kategorie M65 wies am meisten Teilnehmer auf. Es gab 6 Felder mit je 70 Läufern, die um die 84 Plätze im A-Final kämpften. D.h. man musste in die ersten 14 Ränge kommen.
Mir gelang kein optimaler Lauf, zwei oder drei Routenwahlfehler kosteten total vieleicht 40 Sekunden. So belegte ich Rang 10 in meinem Feld, was für den A-Final reichte.






Sprint-Final in der pitoresken Altstadt von Goslar. Auch diese Bahn war technisch einfach, die meisten Routen sofort ersichtlich. Als 24ster Läufer, die besten starteten zuletzt, ging ich bei strömendem Regen ins Rennen (die zweite Hälfte des Feldes lief wieder ohne Regen). Diesmal gelang mir ein fehlerloser Lauf, allerdings reichte mein Tempo nicht für einen Spitzenplatz. Ich landete auf Platz 21. Vor zwei Jahren war es noch Rang 3, im Vorjahr Rang 5. Allerdings war ich diesmal nicht 100% fit: Eine wenige Tage alte Rippenprellung, sowie ein immer noch nicht voll bewegliches Knie bremsten mich offenbar schon ein wenig. Die Laufzeiten in meinem Bereich lagen dicht zusammen: so waren nicht weniger als 7 Läufer gerade mal bis 5 Sekunden schneller!

In Anbetracht aller Umstände war ich mit meinem Lauf ganz zufrieden. 21ster von 420 ist doch schon ganz gut! Der Sieger meines Qualilaufes landete übrigens nur auf Platz 27...

Ranglisten von den Finalläufen.



Nach einem Ruhetag folgte am 4.7. der erste Qualifikationslauf für die Langstrecke im Wald in der Nähe von Bad Harzburg. Die Bahn begann einfach, führte aber dann in unübersichtliche Felsgebiete.  Ich ging mit viel zu viel Risiko in Richtung Posten 3, den ich prompt verfehlte. Schliesslich fing ich mich etwa 150 m weiter am Hang an einer Schneise auf. und bewegte mich vorsichtig zurück. Das kostete 5 bis 6 Minuten.
Bei den weiteren Posten im Felsgebiet hatte ich keine Probleme. Der Schlussteil war wieder einfach, trotzdem unterlief mir noch ein dummer Parallelfehler nach der langen Teilstrecke zu P.7: ich war eine Lichtung zu weit gelaufen und musste wieder zurück. Nochmals 3 Minuten verschenkt.
Es reichte schliesslich noch zu Rang 10 in meinem Qualifikationsfeld.



Der zweite Qualifikationslauf dann in der Nähe von Clausthal-Zellerfeld. Der Wald war ziemlich grün und mit einer frühen Startzeit begab ich mich bei leichtem Regen auf die Strecke. Die Bahn war recht einfach und ich kam problemlos bis zum Posten 5. Dort angekommen verwechselte ich die Kontrollnummern und glaubte mich zuerst an einem falschen Posten. Nach einer Suchrunde kam ich wieder zum Posten zurück und bemerkte meinen Irrtum. Ein Zeitverlust von gut 2 Minuten. Das brachte mich derart aus dem Konzept, dass  ich eine ganze Serie von Folgefehlerm beging. Den nächsten, kurzen Posten 6 nicht gleich gefunden ( gut 30 Sekunden ). Statt den Posten 7 zuerst einen falschen gestempelt, am See unten bemerkt und umgekehrt. Zeitverlust: 3.5 Minuten. Zu P.8 völlig konfus: zuerst die falsche Richtung dem See entlang, dann die schlechte Route über den Damm genommen. Nochmals gut 3 Minuten verloren.
Der Rest der wirklich einfachen Bahn noch ohne weitere grobe Fehler, wenn auch durch die lange Laufzeit zunehmend erschöpft.
Nach dieser schwachen Leistung erwartete ich, nicht mehr für den A-Final qualifiziert zu sein. Mit dem 17. Tagesrang und damit dem 13. Gesamtrang der zwei Läufe schaffte ich es trotzdem noch ganz knapp ( 14 aus jedem der 6 Qualifelder sind qualifiziert ). D.h. nach dem Ruhetag am Freitag werde ich am Samstag als 7. Läufer von 84 ins Rennen gehen.

Eine schwache Leistung bot diesmal ausnahmsweise auch der Organisator beim Bustransport für die Rückkehr: ein völliges Chaos.  

 
A-Final in der Nähe von Bad Harzburg.
Wieder fiel leichter Regen, als ich mich mit einer der ersten Startzeiten auf die Strecke begab. Dies erwies sich schon als Nachteil: noch keine Spuren durch die Grünpartien. Die Bahn war technisch eher einfach. Trotzdem unterliefen mir einige Fehler, total etwa 5 Minuten.
Vor Posten 5 wurde mir eine Schneise zum Verhängnis. 20 m weiter wäre die richtige gekommen. So lief ich zu früh den Hang hinunter. Das
Auffangen kostete etwa 2 Minuten.
Zu P.8 durchquerte ich dummerweise ein Dornenfeld ( 1 Min. ) und lief im Postenraum zu tief zuerst zu einem falschen Posten (1 Min, ).
Im Schlussteil war dann die Motivation nicht mehr gross und so nahm ich die letzte happige Steigung etwas zu gemütlich in Angriff. Ausserdem noch kleinere Haken zu P.12 und P.13.
Unter den gegebenen Umständen wäre eine um 5 Minuten bessere Zeit d.h. etwa 52 Minuten möglich gewesen was zu einem Rang unter der ersten 30 gereicht hätte. So gab es  noch Rang 53 von 84.

Ranglisten von den Finalläufen.

Karte mit Routen (RouteGadget)