Meine diesjährige Portugal-Tour dauerte fast drei Wochen und umfasste drei OL-Events nämlich LIOM, POM und NAOM mit total 10 Rennen. Dazwischen eingestreut etwa ein Dutzend Trainings.
Lisbon International Orienteering Meeting
3 Rennen in 2 Tagen: Stadt-, Park- und Wald-OL, bei schönem Wetter.
Das Model Event: Nicht sehr relevant für den Sprint am nächsten Tag. Ziemlich lang und viel Steigung.
Tag 1:
Am Morgen der Sprint in der Altstadt von Lissabon. Zu Fuss erreichbar von unserer Unterkunft.
Ich hatte ein gutes Rennen ohne Fehler. Rang 1 im kleinen Feld der M70-Läufer.
Am Nachmittag der Parklauf im Parque dos Poetas bei Oeoras, etwa 20 km westlich von Lissabon.
Teils Park, teils Siedlungsgebiet mit grossen Wohnblöcken. Speziell im Park waren die augenförmigen Objekte mit Pflanzen und Kunstwerken.Diesmal kam ich nicht ohne Fehler durch. Zu Posten 10 hielt ich die Karte 90 Grad verkehrt und suchte zuerst am falschen Ort.
Zu Posten 16 lief ich eine Treppe hoch, die vor einer Gittertür endete.
Trotzdem noch Bestzeit :-)
Tags darauf (am Sonntag) schliesslich noch ein Lauf im Dünenwald in der Nähe von Sesimbra, etwa 40 km südlich von Lissabon.
Dieser Wald diente als Model Event an der EM in Portugal. Darin hatte ich damals auch einige Posten angelaufen.
Diesmal ging es gut bis zum Posten 8. Der Schlussteil zu P.9 ging dann aber komplett daneben. Kompassfehler.... Schliesslich musste ich mich auf der Strasse am Waldrand auffangen.
Gleich noch ein Kompassfehler zu Posten 12: links abgekommen und weiter nach links gesucht.
Entgegen der Erwartung trotzdem noch Bestzeit...
Resultate
Nach dem LIOM fuhr ich ein gutes Stück nordwärts nach Praia de Mira. Dort fand letztes Jahr das Portugal O' Meeting statt. Innerhalb von zwei Tagen lief ich meine damaligen vier Läufe nochmals ab.
Anschliessend übersiedelte ich nach Castelo Branco für die folgenden zwei Anlässe.
Portugal O' Meeting
Eine Serie von Läufen bei Penamacor, etwa 250 km nordöstlich von Lissabon.
Vorgängig noch zwei Model Events. Diese waren nicht sehr relevant für die folgenden Rennen. Der eine Wald war ausgesprochen schlimm: kaum belaufbar, grün und felsig.
Ein Highlight war dagegen das Warm UP Race am Tag darauf in Anascer, nördlich von Penamacor. Offenes, gut belaufbares Gelände mit Steinplatten und Felsblöcken. Das Rennen gelang mir gut. Rang 2 von 24 mit 8 Sekunden Rückstand (M70).Im Anschluss daran offerierte der Veranstalter ein Barbeque als weiteres Highlight.
Tag 1: Mitteldistanz bei Penamacor
Das Wetter hatte sich verschlechtert: kalt und windig.
Das Gelände teilweise offen mit Waldabschnitten. Viel Gebüsch und Felsbrocken.
Leider hatte ich einen miserablen Start: schon beim ersten Posten 3.5 Minuten im Gebüsch gesucht. Auch bei P.2 etwas Zeit verloren ( 1 Min.).
Dann nochmals bei P.10 Bogen links herum (1.5 Min.).
Rang 8 von 49 mit etwa 2 Minuten Rückstand. Dieses Rennen hätte ich eigentlich gewinnen müssen ;-(
Gleichentags noch ein Nachtsprint im Städtchen Penamacor. (zählte nicht für die Gesamtwertung)
Miserable Wetterbedingungen. Der Wind liess den Regen horizontal durch die Gassen fegen.
20 Meter nach der Startlinie gab meine Stirnlampe den Geist auf... Sporadisch schaltete sie sich wieder ein. Natürlich war unter diesen Bedingungen kein vernünftiger Lauf möglich. Kartenlesen im Schein der Strassenlaternen...Am Schluss noch ein 90 Grad Fehler welcher 2 Minuten kostete.
Trotzdem noch Rang 4 mit nur einer Minute Rückstand. Von den 26 gemeldeten M70-Läufern waren am Schluss 14 klassiert (7 gar nicht gestartet).
Tag 2: Mitteldistanz
Gelände ähnlich wie am Vortag etwas weiter südlich. Relativ gute Wetterbedingungen.
Nach einem guten Start (bis P.3) totale Konfusion zu Posten 4: links vorbei und Kartenkontakt verloren. 5.5 Minuten gesucht!
Gleich nochmals daneben zu P.5: fand mich in den Brombeeren und musste mich auf dem Weg auffangen. Nochmals 4.5 Minuten kassiert.
Bei P.10 gleich noch rechts vorbei (1.5 Min.).
Frustriert den Rest gejoggt.
Rang 25, Ambitionen begraben :-((
Gesamtrang: auf Platz 10 zurück gefallen.
Tag 3: Langdistanz
Gleiche Arena wie am Vortag. Wetter einigermassen gut, keine Sonne, windig.
Technisch eher einfach mit langen Teilstücken, die auf Wegen gelaufen werden konnten. Das kam mir entgegen...
Diesmal war es sogar für mich schwierig, Fehler zu machen und so hatte ich ein gutes Rennen ohne nennenswerte Zeitverluste.
Rang 3 von 48, aber mit 5.5 Minuten Rückstand. Gesamt: 7.Rang.
Tag 4: Langdistanz
Nochmals gleiche Arena. Kalt und windig, etwas Regen. Mit einer frühen Zeit gestartet, offenbar noch etwas geschlafen...
Noch einigermassen ok bis zum Posten 5. Dann offenbar Blackout: wollte wieder P.4 anlaufen... Nach dem Weg bemerkte ich meinen Fehler und kehrte zum Weg zurück. Unten durch und hinauf zu P.6. Etwa 6 Minuten verloren.
Von dort Posten 3 angelaufen, da ich dachte ich müsste die Schlaufe laufen. War ein Irrtum, also weiter zu P.7. Direkte Route war langsam, ausserdem P.7 überlaufen. Wegroute 6-7 ist 6 Minuten schneller!
P.7 bis Ziel noch ok.
Mit diesem konfusen Lauf noch auf Rang 15 gelandet. Schlussrang 10 nach 4 Tagen. Da hatte ich mir mehr vorgenommen...
Resultate
Einen Tag später arbeitete ich die Fehler der Vortage auf:
Am Morgen einige Teilstrecken der ersten und zweiten Etappe.
Am Nachmittag die ganze Strecke vom Vortag im Renntempo. Zeit: 34:37 gegenüber 49:55 im Rennen...
Vor dem NAOM noch Trainings bei Arez (im Regen) sowie im malerischen Dorf Monsanto (Sonnenschein).
Norte Alentejano O' Meeting
Leider zeichnete sich nach dem POM eine weitere markante Wetterverschlechterung ab. Das Model Event liess ich wegen des Gruselwetters gleich mal aus.
Tag 1: Mitteldistanz bei Castelo de Vide
Regenwetter und starker Wind. Wenigstens hielt sich die Temperatur bei 14 Grad. Das Laufgelände war offen mit vielen Felsplatten und -blöcken, dazwischen Wiesen und Büsche.
Im Hinblick auf den felsigen Untergrund hatte ich mir noch neue OL-Schuhe mit Dobbs-Spikes gekauft nachdem ich vorgängig immer mit leichten Spikes-losem Schuhwerk unterwegs war. Damit hatte ich einen guten Halt auf den Felsplatten.Ich hatte ein ganz anständiges Rennen. Zwei kleinere Fehler bei den Posten 8 und 9. Noch Rang 5, aber nur 1 Minute 40 Sek. Rückstand.
Am Abend stand noch ein Nachtsprint im Städtchen Castelo de Vide auf dem Programm. Darauf verzichtete ich jedoch in Anbetracht des schlechten Wetters und der langen Wartezeit.
Tag 2:
Nochmals Mitteldistanz im gleichen Gelände, etwas nach Osten versetzt, mit dem gleichen Ziel.
Diesmal wechselten heftige Regenfälle mit Wind und sonnige Abschnitte. Ich traf es einigermassen gut und kam fast ohne Regen durch. Allerdings blieb ich im Gegenwind manchmal fast stehen.
Leider hatte ich ein ziemlich missglücktes Rennen zu verzeichnen. Posten 6 überlief ich und verlor etwa eine Minute.Ganz schlimm dann der Posten 7. Nach einer Suche von gegen 5 Minuten fand ich die Flagge schliesslich, hinunter gedrückt in einer Felsspalte.
Die restlichen Posten noch in ziemlich gedrückter Stimmung und mit reduziertem Tempo...
Nur noch Rang 11 von 23. Im Schlussklassement zurück auf Rang 9. 5 Minuten schneller hätte aufs Podest gereicht.
Resultate







