6.8.11

Swiss Orienteering Week

Zusammenfassung:

Eigentlich ging ich mit einigen Ambitionen in diese Wettkampfwoche. Nach den Läufen in Oestereich und vor allem Slowenien fühlte ich mich fit. Dass ich am ersten Tag mit der ersten Startzeit losziehen musste, dämpfte meine Erwartungen schon beträchtlich. Die erste Etappe (La Mutta) betrachtete ich, mit den gemachten Fehlern, etwas übereilt schon als Streichresultat.
Etappe 2 (Crap Sogn Gion) gelang mir nicht schlecht, etwa 3 Minuten Fehler.
Am dritten Tag der Tiefschlag: nicht klassiert.
Nach dem Ruhetag am vierten Rennen (Plaun) im Bergsturzgebiet übermässig lange gesucht.
An der Etappe 5 den zweiten Nuller kassiert (Posten 3 passiert, aber nicht gestempelt). Damit endgültig aus den vorderen Rängen des Gesamtklassements gefallen.
Zum unguten Abschluss (Foppa) fast jeden Posten gesucht.

Mit 2 Nullern reichte es im Gesamtklassement noch zu Rang 40 von 91.

Positiv:
Interessante Gelände, Wetter meistens gut, physisch gute Form, keine Verletzungen.

Negativ:
Meine schlechte Navigation und Konzentration.

Gesamtrangliste (pdf)


Etappe 6: Foppa


Entgegen den Prognosen konnte die letzte Etappe im schwierigen Bergsturzgebiet zwischen Foppa und Flims bei prächtigem Wetter ausgetragen werden.
Das erste Problem ergab sich beim Transport zum Start mit der Sesselbahn. Die Kapazität war massiv überschätzt worden und so bildete sich eine lange Warteschlange. Ich erreichte die Bergstation 5 Minuten vor meiner Startzeit. Mit einem Sprint erreichte ich den Start gerade auf die Sekunde rechtzeitig... Natürlich war das keine optmale Vorbereitung, wie sich bald zeigen sollte.
P.1: hätte mich besser rechts halten sollen (30s).
P.2: schlecht vom P.1 weg, dann ein paar Meter am Posten vorbei und 4 bis 5 Minuten gesucht.
P.3: statt auf die westliche Wegspur, sehr konfus gelaufen und schliesslich am P.12 gelandet (5 Minuten).
P.4: ok.
P.5: gut auf die Strasse gekommen, dann aber im Hang gesucht (1.5 Minuten).
P.6 bis P.8: ok, zu P.7 auf Weg und Strasse.
P.9: im Dschungel stecken geblieben, schliesslich auf der unteren Brücke gelandet (1.5 Minuten).
P.10: Umlaufroute rechts gewählt. Links wahrscheinlich schneller.
P.11, P.12: ok.
P.13: zuerst falsche Wegspur gelaufen, dann im Postenraum gesucht (3 Minuten).
P.14,P.15 ok.

Fehlertotal: gut eine Viertelstunde.
Damit auch noch das letzte Rennen abverreckt. Erst nachher realisiert, dass der Massstab 1:7500 war.

Rangliste



Etappe 5: Nagens

Wettermässig ganz ok, nachdem am Morgen noch Nebelbänke über dem Laufgebiet lagen. Gelände: Alpweiden und Felspartien.

Leider ging es weiter mit den Flops: Posten 3 beim Bachübergang passiert , aber nicht gestempelt (auf der Karte nicht gesehen). Fehler zwar noch vor P.4 bemerkt, hatte aber keine Lust zurück zu laufen...
Abgesehen davon und einem Haken zu P.5 (1:20), gut bis zum Posten 9.
Zu P.10 im Hang zu tief und zu weit gelaufen, etwa 3 Minuten herum gestanden, dann war der Ofen aus und zum letzten Posten marschiert/gejoggt. Noch einen schnellen Zieleinlauf versucht, aber keine Energie mehr.

Damit den zweiten Nuller gebucht und aus der Gesamtwertung verabschiedet.

Rangliste

Zwischenzeitauswertung:
- am Posten 3 sind 6 Läufer (von 90 H65) vorbei ohne zu stempeln.
- am P.9 lag ich von der Zeit her noch an zweiter Stelle mit 28 s Rückstand.
- am P.10 hatten viele Läufer grosse Zeitverluste.
- mein Zieleinlauf war diesmal nur der zweitschnellste ( 1 s zurück ).
- meine Endzeit war 20 s unter der Bestzeit.

PS: gut, dass das Ganze morgen vorbei ist...



Etappe 4: Plaun

Nach dem regnerischen Ruhetag, bei wieder ganz akzeptablem Wetter.
In den Randhängen der Hochebene sowie einem Bergsturzlabyrinth. Hier gab es einen Kartenausschnitt im 1:5000er Massstab.
Der Beginn war eher einfach, einerseits war der erste Posten von der Seilbahnstation aus sichtbar und zweitens hatte es Spuren im Hang. Also kein Problem bis nach dem Posten 4.
Dann ging es ins Bergsturzgebiet...
Posten 5 verfehlt und gut 3 Minuten gesucht.
Im Schritttempo zu P.6, noch ok.
Zu P.7 zu tief gekommen und zuerst P.8 angelaufen, zurück zu P.7 (über 1 Minute verloren).
Zu P.9 wieder zu tief und nochmals 1.5 Minuten gesucht.
Ganz schlimm zu P.10: ich musste an den Waldrand laufen, um mich aufzufangen (4 Minuten).
P.11 ok, dann zu hoch und zu weit rechts zu P.12 (1 Min.).
Rest noch einigermassen ok, aber ziemlich frustriert :-(

Also Fortsetzung meiner mittelmässig bis schlechten Vorstellungen der ersten 3 Tage :-((

Wenigstens Bestzeit zu P.8 (da wusste ich wo er war...) und im Zieleinlauf (wieder 19 s wie Tag 3).

Rangliste


Etappe 3: Vorab

Hauptsächlich im Gletschervorfeld, d.h. Steinwüste.
Gut bis zum Posten 3 gekommen (Zwischenrang 2, mit 3 s Rückstand). Zu P.4 den falschen Seilbahnmast ins Auge gefasst, dann erübrigt sich ein weiterer Kommentar...
Ich wollte eigentlich direkt zum Ziel marschieren, suchte dann trotzdem noch den Posten 4 auf. P.3 zu P.4: über 23 Minuten!
Den Rest der Bahn im Wandertempo schön auf dem Strich zurückgelegt. Bestzeit im Zieleinlauf!

Rangliste



Etappe 2: Crap Sogn Gion

Auf 2200 m Höhe, bei schönem Wetter und ohne Bäume. Bahn mit wenig Posten und langen Teilstrecken, aber eigentlich wenig Routenwahl.
Diesmal hatte ich eine Startzeit im Mittelfeld. Diese spielte aber, im Gegensatz zu gestern, keine Rolle. Ich hatte ein ganz gutes Rennen, physisch fühlte ich mich fit.
Das erste Problem kam auf dem Weg zu P.5: direkt oder nach links in den Talkessel? Ich entschied mich für Letzteres, um etwas an Höhe zu sparen. Direkt wäre wahrscheinlich besser gewesen, denn auf der Umgehung musste ich etliche Bachgräben durchqueren.
Zu P.6 kam ich etwas zu tief, zögerte und musste wieder steigen (30 s).
Dann doch noch eine Suchaktion: zu P.7 lief ich unten durch, dann zu weit zurück (gut 2 Min.).
Der Rest war eigentlich schon Zieleinlauf zur Seilbahnstation Crap Sogn Gion.

Tagesrang 5 von 90.

Die Zwischenzeiten zeigen, dass ich auf den ersten 3 Teilstrecken jeweils 1.5 Minuten auf die Bestzeit verliere. Vielleicht bin ich doch langsam etwas müde, nach etwa 24 Rennen seit dem 20. Juni...
Hingegen scheint meine Route zu P.5 doch nicht so schlecht gewesen zu sein: drittbeste Zeit (14:32), nur 43 s hinter der Bestzeit.

Rangliste



Etappe 1: La Mutta

Das Wetter wieder auf der besseren Seite am Auftakt zum 6-Tage-OL in Flms-Laax
Mit der ersten Startzeit meines Feldes unterwegs, erwartete ich keinen guten Lauf. Zum ersten Posten ging es im Schritttempo durch kniehohes Gras, dann P.2 im unübersichtlichen Gelände 2 Minuten gesucht.
Anschliessend ok bis P.6, aber immer als Spurenleger in den Grashängen unterwegs.
Zu P.7 etwas zu hoch (30 s).
Perfekt zu P.8, dann aber eine böse Suchaktion am P.9. 5 Minuten herum geirrt :-((
Zu P.10 etwas zu hoch gestiegen (30 s). Am Schluss noch P.13 überlaufen (20 s).

Noch Rang 8 von 90.

Fazit: Hier sollte man 10 Minuten schneller sein. Schon ein Kandidat für das Streichresultat...

Rangliste

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