8.7.09

5-Tage-OL in den Dolomiten


In der Region von Fiera di Primiera findet parallel zu den Weltmeisterschaften der Junioren der 5-Tage-OL für Zuschauer statt. So kann man einerseits die Erfolge des Schweizer Nachwuchs' verfolgen und bejubeln und selber in den gleichen oder ähnlichen Wäldern auf Postensuche gehen.


An der Etappe 1 am 6. Juli bei Caltena-San Giovanni wartete ein happiger Anmarsch auf die Teilnehmer: Fast eine Stunde und 350 m Steigung bis zum Start. Das Laufgelände im voralpinen Wald war ruppig und konnte nicht allzu schnell belaufen werden. Technisch waren die eher kurzen Bahnen ziemlich anspruchsvoll.

Wettermässig hatte ich Glück: mit meiner späten Startzeit wurde ich nicht vom Regen behindert, der am Morgen noch fiel. Das Rennen gelang mir einigermassen gut, allerdings kosteten mich zwei Fehler zusammen etwa 4 Minuten. Zu P.4 geriet ich im Steilhang zu tief. Dort kam man schlecht voran und ich musste wieder hochsteigen, als ich das Haus auf halber Strecke von weit unten sah. Zu P.5 gleich der zweite Fehler: ich kam zu tief in die Mulde und suchte den Posten zuerst im unteren Teil, bevor ich zu Kuppe hochstieg. Der Rest gelang zufriedenstellend, wobei zu P.12 noch eine Kletterpartie durch die Felsen bewerkstelligt werden musste.

Es reichte noch zum 2. Tagesrang (von etwa 75 Läufern der M65-Kategorie) mit rund 2 Minuten Rückstand.



Etappe 2 wurde auf dem Passo die Rolle ausgetragen, auf einer Höhenlage von gegen 2000 m. Während die Junioren im schwierigen Gelände südlich der Passstrasse auf der Langstrecke unterwegs waren, liefen die 5-Tage-Teilnehmer im einfacheren nördlichen Teil. Die Bahn war technisch einfacher als am Vortag und verlief am Anfang und am Schluss im offenen Gelände. Mit meiner frühen Startzeit hatte ich wiederum Wetterglück, die Läufer mit späten Startzeiten wurden durch teilweise heftige Gewitterregen gebremst.

Ich lief ein gutes Rennen, einzig den Posten 6 suchte ich zu früh und verlor etwa eine Minute. Das Laufen im teilweise tiefen, morastigen Gelände kostete viel Kraft und die dünne Luft machte die Aufstiege sehr anstrengend. Der Aufstieg zum letzten Posten und der lange Zieleinlauf forderten noch die letzten Reserven.

Diesmal gelang mir die knappe Tagesbestzeit und damit übernahm ich auch die Spitze im Gesamtklassement, nicht zuletzt weil H.R. Brand, einer der Favoriten, einen Posten ausgelassen hatte.


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