
Nach der Schlussetappe im Trentino sprang ich ins Auto und fuhr am gleichen Tag noch bei schönem Wetter bis an den Genfersee. Am Sonntag dann weiter quer durch Frankreich nach Bordeaux. Dabei gab es immer wieder Regenschauer. Total benötigte ich für die Reise mit dem Camper gegen 20 Stunden, wobei ich die (überteuerten) französischen Autobahnen mied.
Etappe 1 am 9.Juli in Carcans-Plage. Im gleichen Gelände wie letztes Jahr an Ostern die zweite Etappe des 3-Tage-OLs. Damals hatte ich einen guten Lauf, fast ohne Fehler. Entsprechend zuversichtlich nahm ich, bei wieder gutem Wetter, den Lauf in Angriff. Aber schon den ersten Posten überlief ich und büsste damit etwas Zeit ein. Dann ging es gut bis P.5. Zu P.6 lief ich rechts am Posten vorbei un
d verliess sogar die Karte... Unverständlich, dass ich sogar den Weg am Kartenrand überquerte. Es dauerte 3 bis 4 Minuten bis dieser Fehler korrigiert war. Ein weiterer Fehler zu P.9, wo ich die Weglaufrichtung schlecht traf und dann mit Mühe zum Posten korrigierte und diesen noch leicht überlief. Total also 5 bis 6 Minuten Fehler gebaut, kein guter Auftakt. Die Nachwirkungen der langen Autofahrt vom Trentino nach Bordeaux hatten sich wohl negativ auf die Konzentration ausgewirkt. Ein unrühmlicher Tagesrang 23 (von etwa 100) war die Folge.Etappe 2 in Lacanau-Ocean mit einer Karte im Massstab 1:15000 (so
nst immer 1:10000). Ich hatte ein gutes Rennen, praktisch ohne Fehler. Einzig beim weglaufen von Posten 8 und auch von Posten 11 hätte ich eine direkte Linie nehmen sollen. Mit etwa 3 Minuten Rückstand belegte ich den 5. Tagesrang (bester Schweizer von etwa 24). Im Gesamtklassement machte ich einen Sprung auf Rang 9.Etappe 3 nochmals in Lacanau-Ocean, diesmal auf der Nordseite. Ein regne
rischer Morgen liess wenig Begeisterung aufkommen. Der Regen liess dann zum Glück bis zu meiner Startzeit (die früheste dieser Serie) aber nach. Auch diesmal kam ich ohne gravierende Fehler durch das flache Dünengelände. Einzig ein Kahlschlag auf dem Weg zu Posten 8 irritierte mich. Ich kam von der Richtung ab und verlor etwa eine Minute. Dann noch ein kleiner Haken zu P.13.Trotz des eigentlich guten Laufes verlor ich etwa 5 Minuten auf die Bestzeit. Tagesrang 11 und gleichbleibender Gesamtrang 9.
Etappe 4 nördlich von Maubuisson bei recht schönem Wetter. Dieses
Gelände war technisch einfacher, wies aber grössere Höhendifferenzen auf. der Zielplatz war vom Camping aus gut mit dem Fahrrad erreichbar. Der Lauf gelang mir gut, eigentlich ohne Fehler. Einzig zu P.3 hätte es eine leicht schnellere Alternativroute (rechts herum) gegeben. Der lange Zieleinlauf auf der sandigen Schneise war ziemlich anstrengend. Es resultierte Rang 6 (nochmals bester Schweizer) und im Gesamtklassement rückte ich um einen Rang auf Platz 8 vor.
Etappe 5 am gleichen Ort wie am Vortag. Nicht nur das Ziel sondern auch der Start wie gehabt. Die Sonne brannte zu meiner Startzeit (10:00) schon recht stark, besonders in den offenen Partien. Zum Glück zum Schluss ein normaler Einzelstart und kein Jagdstart. Nochmals ein praktisch fehlerloser Lauf. Einzig zum letzten Posten wäre die direkte Route die bessere gewesen. So gelang es mir nicht, in allen Läufen unter 40 Minuten zu bleiben - es wurden zum Abschluss genau 40:00... Die Zeiten der 5 Etappen waren: 31:02 - 35:38 - 39:50 - 39:59 - 40:00.
Tagesrang: 9, im Gesamtklassement blieb ich auf Platz 8.
Langer und ...
RanglistenIm Laufe der 13 Rennen in 15 Tagen stellte sich doch eine gewisse Müdigkeit ein. Ich war nicht mehr in der Lage, volles Tempo zu laufen. Die letzten Rennen lief ich mit Pulsfrequenzen zwischen 140 und 150 (normal: gegen 160).
Dafür unterliefen mir, mit Ausnahme des ersten Tages, keine groben Fehler mehr. Dies ganz ähnlich wie am 5-Tage-OL im Trentino, eine Woche zuvor.

1 Kommentar:
Hallo Kurt,
Auch der beste Ol-Läufer hat mal einen schlechten Tag. Wir wünschen aber noch vier erfolgreiche Etappen in Bordeaux.
Den Preis für den 3. Gesamtrang im Trentino, ein Fresskorb, haben wir mitgenommen und werden ihn an einen OL im August mitnehmen. Käse und Speck lagern im Frigo!
Bis später, Grüsse Margrith Hofer und Errol Pittet
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