16.8.06

WOC-Tour Dänemark


Diese Nebenveranstaltung zur Weltmeisterschaft umfasste 6 Läufe. Vor oder nach den Rennen konnte man jeweils die Elite in Aktion sehen.
Das Wertungsformat war allerdings etwas merkwürdig: die ersten 5 Läufe dienten dazu, die Läufer für den Final am 6. Tag in ein A- und ein B-Feld aufzuteilen, wobei von 5 Ergebnissen die 3 besten zählten. Das A-Feld startete zuerst, mit dem besten Läufer am Schluss. Anschliessend das B-Feld im gleichen Modus. Sieger der WOC-Tour wäre dann der Läufer mit der besten Zeit im Final. Es war nicht klar, ob man auch noch aus dem B-Feld Sieger werden konnte.

Tag 1 am 30.7. in der Nähe von Silkeborg: Lina Vesterskog.
Der Auftakt schien gut gelungen. Ich hatte einen guten Lauf mit wenig Fehlern und kam mit der Bestzeit ins Ziel. Umso grösser war dann der Schock, als ich mich auf der Rangliste unter den Nichtklassierten fand! Ich hatte einen falschen Posten erwischt... Statt meinen P.6 in der westlichen hatte ich in der östlichen Mulde einen anderen Posten gestempelt.
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Rangliste

Tag 2 am 31.7. südlich von Arhus: Storskoven.
Dieser Wald hatte an der WMOC 1999 als Trainingswald gedient und war mir als schnell und eher einfach in Erinnerung geblieben.
Den ersten Teil lief ich wieder recht gut, ausser einem Zeitverlust durch eine Grünpartie vor dem ersten Posten (40") sowie einem Haken nach P.3 (20"). Dann kein Problem bis vor P.9. Diesen verfehlte ich und lief nach links gegen die Strasse, von dort nach Kompass zum Posten am Sumpf. Auf dem Weg zu P.10 hatte ich das Gefühl etwas schnell an der Mauer und auf dem Weg zu sein, ich setzte den Lauf jedoch fort. Im Ziel bestätigte sich mein Verdacht: P.9 war falsch, ich hatte am südlichen Sumpf einen falschen Posten angelaufen!
Zwei Läufe, zwei Nuller: die spöttischen Kommentare der Kollegen blieben nicht aus...
Zwei Streichresultate waren aber erlaubt, noch war ja nichts verloren.
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Rangliste

Tag 3 am 1.8. wieder südlich von Arhus: Flojstrup.
Diesmal musste ich unbedingt alle Posten richtig bringen und das gelang mir auch. Ich kontrollierte alle Postennummern zwei- oder dreimal.
Allerdings geriet dieser Lauf nicht fehlerfrei. Zu P.2 verlor ich etwa 1 Minute wegen einer schlechten Route links ums Dickicht herum. Weitere Zeitverluste gabs mit Haken zu P.3, P.6 und vor allem P.7, total gegen 2 Minuten.
Immerhin mein erstes gültiges Resultat!
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Rangliste

Tag 4 am 3.8. südlich von Silkeborg: Londal Skov.
Nach einem Ruhetag hatte sich das Wetter verschlechtert und es gab einige Regenschauer. Der vierte Lauf versprach etwas länger und wieder anspruchsvoller zu werden. Am Start, die erste unangenehme Überraschung: keine Postenbeschreibungen mehr für H60. Ich versuchte, die auf der Karte aufgedruckte Beschreibung abzutrennen: aussichtslos, das Papier war zu zäh. In den letzten Sekunden erhielt ich doch noch den gesuchten Zettel vom Startfunktionär. Mein Start geriet deshalb etwas chaotisch: ich hielt die Karte verkehrt und wollte zuerst in die falsche Richtung weglaufen, der Kompass befand sich noch in der Hosentasche... Schliesslich setzte ich mich in Richtung P.1 in Bewegung. Bei P.3 ein erster kleiner Haken im Grün (30"). Schlechte Route zu P.4: rechts herum auf Wegen und Schneisen wäre besser. Dann gut bis P.7. Zu P.8 nicht konsequent die Wegroute gelaufen und prompt den Kartenkontakt verloren (Zeitverlust 1:30). Kurz vor P.9 stolperte ich in einem Sumpf und stützte mich mit beiden Armen in den fauligen Schlamm. Danach war die Karte fast nicht mehr zu lesen und der Kompass glich einem Dreckklumpen. Dies hatte dann nach dem Posten 11 seine Wirkung: ich hielt die Karte verkehrt und lief auf dem Weg in die falsche Richtung. Nach einem längeren Irrlauf konnte ich mich schliesslich an einer Kahlschlagecke auffangen. Das war ein 7-minütiger Fehler! Ziemlich lustlos lief ich noch ins Ziel. Immerhin alle Posten richtig...
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Rangliste

Tag 5 am 4.8. nordöstlich von Silkeborg: Gjern Bakker.
Für dieses Rennen fasste ich zwei Strategien ins Auge: entweder ein guter Lauf, der mich noch etwa auf Platz 10 und damit auf eine vernünftige, nicht allzu frühe Startzeit im A-Feld bringen würde, oder ein weiterer Nuller und damit eine noch etwas spätere Startzeit im B-Feld.
Bis P.3 tendierte ich trotz kleinen Zeitverlusten noch zur ersten Strategie. Zu P.4 lief ich aber dermassen falsch, dass nur noch Strategie 2 übrig blieb...
Ich stieg auf einen Hügel, von dem man gut die herumschwärmenden Läufer beobachten konnte. Nach einer Weile lief ich noch die letzte Schleife ins Ziel. Der Nuller war damit Tatsache.
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Rangliste

Tag 6 am 5.8. östlich von Silkeborg: Himmelsbjerget.
Hier wollte ich zum Abschluss noch eine gute Leistung zeigen. Das gelang mir auch: Bestzeit.
Etwas Zeit (30") verlor ich beim Posten 2, der ziemlich tückisch in einer grünen Mulde versteckt war, sonst lief ich ein fast perfektes Rennen. Offizieller Sieger war zwar der Schnellste des A-Feldes (das ging zwar nicht aus den Weisungen hervor...), dieser war aber fast eine Minute langsamer als ich, hehe.
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Rangliste

Fazit: Die Hauptsache waren natürlich die spannenden Rennen der WM mit den guten Schweizer Resultaten. Die WOC-Tour war Nebensache und nicht ganz Ernst zu nehmen. So gab es einige Pannen (neben dem merkwürdigen Wertungsformat): Am ersten Tag standen noch WM-Posten bei oder wenige Meter neben unseren Posten. Ausserdem waren die Zeiten auf der Rangliste um etwa eine Minute falsch und der Veranstalter weigerte sich seinen Fehler zu korrigieren. Am 4. Tag fehlten die Postenbeschreibungen für meine Kategorie. Die Punktewertungsmethode wechselte während dem Wettkampf...
Die H60-Bahnen waren generell etwas kurz geraten, mit Siegerzeiten meist unter 30 Minuten.

Resultate WOC-Tour

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