4.5.09

Als wir jüngst in Regensburg waren ...

...sind wir nicht über den Strudel gefahren, sondern haben in 24 Stunden drei Wettkämpfe absolviert.



Am ersten Maiwochenende nahm ich an den Läufen des Alpe-Adria-Cups in Regensburg teil. Bei idealem Frühlingswetter standen ein Mitteldistanzlauf , ein Stadtsprint (Nachtlauf) sowie ein Langdistanzlauf auf dem Programm. Der Anlass wurde von der noch jungen OLG Regensburg bestens organisiert. Die Infrastruktur mit dem Zentrum an der Uni Regenburg war bis ins Detail wirklich vorbildlich.

In Bezug auf die Rennen war ich nicht allzu optimistisch, denn zusätzlich zu meinen Hüftbeschwerden, hatte ich mir bei einem kurzen Lauftraining noch eine Zerrung in der linken Wade geholt. In den Rennen verspürte ich dann fast keine Schmerzen der Hüfte mehr, die Zerrung bremste jedoch schon etwas, vor allem bergauf. Im nicht allzu starken H65-Feld konnte ich trotzdem den ersten und den dritten Lauf gewinnen, der Nachtsprint hingegen wurde ein echter Flop.

Zweimal Top und einmal Flop

Etappe 1 am Samstagmittag, 2. Mai, in Süssenbach, nordöstlich von Regensburg.

Ein ziemlich kurzer Lauf in hügeligem Gelände, welches meistens gut belaufbar und mit vielen Felsformationen gespickt war. Der Schlussteil über die letzten 4 Posten zum Ziel auf dem Sportplatz allerdings nur noch ein Geländelauf.
Ich hatte einen guten Lauf, ausser einem Fehler bei Posten 7. Dort verwechselte ich eine Schneise, lief den Bach entlang am Posten vorbei und suchte an einer völlig gleichen Felsformation etwa 80 m zuweit westlich (Zeitverlust: 2:20). Es reichte aber trotzdem zur komfortablen Bestzeit.





Etappe 2: Am Samstagabend ein Nachtsprint in der Altstadt von Regensburg.

Bei der angenehmen Temperatur waren die Plätze und Gassen noch stark belebt und die Strassencafes voll belegt. Stellenweise musste man sich durch die Menschenmenge kämpfen.
Mein Lauf stand unter einem schlechten Stern, schon der Beginn gelang nicht nach Wunsch. Zum ersten Posten lief ich bereits in eine falsche Sackgasse, da ich annahm der Posten stehe an der Südseite der Mauer. Gemäss Postenbeschreibung wäre die Situation zwar eindeutig gewesen, aber wer liest bei einem Nachtsprint schon die auf der Karte aufgedruckte Beschreibung...
(etwa 30 s verloren)
Beim Posten 2 war offenbar keine Posteneinheit vorhanden und ich suchte schon auf der Karte die Felder zum Lochen mit der Zange. Schliesslich sah ich aber doch noch die aufgehängte Posteneinheit. Sie hatte sich hinter einem Abflussrohr verfangen! Das kostete nochmals 15 s.
Zu Posten 3 stand ich vor einer unpassierbaren Baustellenabschrankung, die nicht auf der Karte aufgedruckt war. Da ich nicht umkehren wollte, musste ich einen Umweg rechts herum in Kauf nehmen, was etwa eine Minute kostete.
Bis vor den Posten 8 ging es dann ohne Probleme weiter. Dort befand sich aber offensichtlich kein Posten. Stattdessen stand dort ein Funktionär der bekannt gab, der Posten sei gestohlen worden...
Von dort noch zügig ins Ziel. Beim Auslesen meines SI-Chips fehlten dann aber 2 Posten. Nämlich der gestohlene sowie der zweitletzte. Diesen (P.12) hatte ich auf der Karte doch glatt übersehen. Der Kreis lag auf der geraden Linie von P.11 zu P.13 im oliv gefärbten Gebiet und war in der Dunkelheit schwer zu erkennen. Bei 3 von 4 H65-Läufern fehlte schliesslich dieser Posten...
Mit dieser Nichtklassierung hatte ich mich leider auch aus der Gesamtwertung verabschiedet. Alles in allem eine frustrierende Erfahrung.



Etappe 3 am Sonntagmorgen in Nittendorf, westlich von Regensburg.

Ein Gelände mit steilen Hängen und einigen Felsformationen. Die Belaufbarkeit teilweise schlecht wegen Partien mit Fallholz sowie Jungwuchs.
Auf dem Weg zum Start verspürte ich trotz des Schmerzpflasters auf der Wade ein unangenehmes Ziehen, kein Wunder nach den zwei Läufen vom Vortag. Ich startete deshalb sehr verhalten und blieb so lang wie möglich auf den Wegen. Nach kurzer Zeit ging es aber besser, wenigstens in der Ebene und bergab.
Der Lauf gelang mir ganz gut. Nur am Posten 6 sah ich im ersten Anlauf die Flagge am Stein neben dem Hochsitz nicht und baute noch eine Suchschlaufe durchs Gebüsch ein. Die Route zu P.6 war schon nicht optimal gewesen. Besser wäre ich etwas rechts vom Strich und oberhalb der Felsen geblieben. Zeitverlust zu und am P.6: gut 3 Minuten.
Aus Versehen lief ich auf dem Weg zu P.7 nochmals P.1 an, was allerdings nicht allzu tragisch war.
Zu P.9 lief ich eine Umlaufroute rechts herum. Die direkte Route wäre wahrscheinlich etwas schneller gewesen, aber die damit verbundene Steigung hielt mich davon ab.
Nochmals eine komfortable Bestzeit in diesem recht anstrengenden Lauf.

Ergebnisse

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