
Der Holland-OL 2008 fand vom 6. bis 11. Juli in der Umgebung von Breda, nahe der belgischen Grenze statt. Zum Teil wurde auf den gleichen Karten wie am 4-Tageanlass von Ostern 2004 gelaufen.
Leider war die Teilnehmerzahl bescheiden, hatten sich doch nur etwa 70 Leute angemeldet, für den Organisator sicher eine Enttäuschung. Es wurde also ein sehr familiärer Anlass, mit einem Zeltlager gleich neben dem Anwesen des Organisators Mark Heikoop. Die Nebenanlässe konnten so sogar teilweise in seinem Garten durchgeführt werden.
Das Wetter zeigte sich von der unfreundlichen Seite: kein Tag ohne zum Teil heftige Regengüsse, die Temperatur gar nicht hochsommerlich.
Es begann mit einem Aufwärm-Sprint in der Stadt Breda am Sonntagabend. Teilweise Parkgelände, teilweise Innenstadt (Fussgängerzone). Der Lauf gelang mir recht gut, allerdings nicht ohne Routenwahlfehler. Zu P.5 zu früh an die Peripherie gelaufen (10 s) sowie falsch herum zu P.8 (30 s).40 Leute aller Altersstufen nahmen an diesem Lauf teil. Ich kam dabei auf Rang 10.
Am Montagmorgen ein Labyrinth-OL im Garten, resp. in der Scheune des Organisators.Ich hatte die grösste Mühe, mich in dem kleinräumigen Labyrinth zurecht zu finden. Bis ich nur schon den Eingang gefunden hatte, war ich schon vom nächst Startenden überholt worden. Anschliessend in der dunklen Scheune ging es nicht viel besser weiter. Mit meiner Zeit von 6:43 belegte ich einen der hinteren Ränge. Lustig war es trotzdem.
Das erste "ernsthafte" Rennen , nämlich die Etappe 1 des 5-Tagelaufs, fand dann am Montagabend in der Nähe von Vught statt. Flaches Gelände, teilweise Heide, mit relativ vielen Wegen, die man mit Vorteil auch benutzte.Der Lauf gelang mir gut, ich hatte keine Probleme bis auf den zweitletzten Posten wo ich etwa eine Minute suchte. Dort setzte auch ein heftiger Regen ein, sodass ich völlig durchnässt das Ziel erreichte.
Es reichte zur Bestzeit im kleinen H60-Feld (8 Läufer).
Auch am Dienstag fand der Lauf erst am Abend statt. Diesmal aus Sicherheitsgründen, wir liefen nämlich die zweite Etappe auf dem Militärflugplatz von Gilze-Rijen. Die Bahnen waren allerdings meistens in den Wald gelegt und nur zum kleinsten Teil über die Rollbahnen. Speziell waren die Posten 1 und 4 auf den Hügeln, auf denen früher Flabbatterien standen.Wieder hatte ich einen guten Lauf, aber ganz ohne Fehler ging es trotzdem nicht. Im heiklen Schlussteil verfehlte ich den Posten 13 im ersten Anlauf und musste mich am Zaun auffangen. Das kostete gegen 2 Minuten.
Es reichte jedoch immer noch zur H60-Bestzeit.
Das Gelände der dritten Etappe kannte ich schon von einem Nacht-OL von Ostern 2004. Allerdings wurde damals der westliche Teil mit hunderten von Rinnen nur gestreift. Diesmal voll hinein.Ich kam gut bis vor den Posten 8, eine Rinnenecke im dunkelgrünen Dickicht. Obwohl ich versuchte, den Posten mit dem Kompass von der gelben Senke aus anzulaufen, verfehlte ich ihn im ersten Anlauf. Es dauerte über 3 Minuten bis meine Suchaktion Erfolg hatte. P.9 im nächsten Dickicht fand ich dann sofort. Posten 10 hingegen entwickelte sich zum grösseren Problem. Es gab eigentlich keinen vernünftigen Angriffspunkt. Ich landete auf dem Weg nach dem Posten, hatte aber keine Ahnung wo. Schliesslich lief ich bis zur Lichtung neben dem Weg, von dort schräg hinein. Dann im Posteraum noch eine Suchaktion nach der Flagge im Grün. Zeitverlust etwa 5 Minuten. Der Rest dann wieder ohne Probleme.
Da die Konkurrenz aber offenbar noch länger gesucht hatte, reichte es zum drittenmal zur Bestzeit.
4. Etappe am Donnerstagmorgen in der Vrachelse Heide, nordöstlich von Breda. Flaches, sandiges Gelände mit vielen Wegen und schmalen Pfaden, dazwischen feines Relief.Vor dem ersten Posten erwischte ich den falschen Pfad, konnte aber rasch korrigieren und verlor nur etwa 30 s. Den ganzen Rest des Laufes konnte ich dann die Konzentration und das Tempo hoch halten. Fehler gab es keine mehr.
Damit erzielte ich wieder die Bestzeit. Da die 4 besten Resultate aus den 5 Rennen für die Gesamtwertung zählen sollten, hatte ich damit also schon den 5-Tage-OL gewonnen :-)
Am gleiche Tag am Abend noch ein weiteres Nebenrennen, nämlich einen Mikro-OL im Garten des Organisators.Das Wetter wollte aber nicht mitspielen und so fand der Anlass bei strömendem Regen statt. Immerhin konnte man in der Scheune auf den Start warten.
Zuerst ein Qualifikationslauf. Aus der Scheune heraus den ersten Posten gut gefunden. Dann aber die Uebersicht verloren und leider aus Versehen Posten 3 angelaufen. Mit einem Zeitverlust von fast einer Minute (bei einer Bestzeit um die 2 Minuten) keine Chance mehr den Final zu erreichen...
Finalstrecke trotzdem noch gelaufen.P.4 - P.5 Routenwahl!
5.Etappe: Gleiches Gelände und Karte wie Etappe4.Gut gelaufen bis P.6. Dann vor P.7 den Faden verloren und am falschen Ort gesucht. Gut 2 Minuten verloren.
Wieder gut bis vor P.12. Falsche Richtung genommen, links vom Posten auf dem Strässchen gelandet. Wo bin ich? Aha, Ende des Asphaltbelags, also am Ende des dicken schwarzen Strichs. Zurück und ins Gebüsch, kein Posten... Schliesslich die kleine Lichtung an der Weggabelung indentifiziert, dann zum Posten. Das Belagsende war leider nicht gleich dem Ende des schwarzen Strichs... Das waren dann nochmals gut 4 Minuten.
Diesmal war einer schneller, es gab nur noch Platz 2, mein Streichresultat.
In der Gesamtwertung änderte sich natürlich an meinem ersten Platz nichts mehr.
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