Das war mein typischer Laufstil am 3-Tage-OL über Pfingsten in Belgien...Man sieht hier einen Auschnitt vom Lauf des dritten Tages mit einer 4-minütigen Suchaktion sowie einem 30"- und einem 90"-Haken.
Der Wettkampf fand bei Marche-en-Famenne, einem Städtchen etwa 100 km nordwestlich von Luxemburg statt. Nachdem ich bei den letzten paar Läufen in Belgien nicht gerade vom Glück verfolgt wurde, hoffte ich auf einen Erfolg in diesem Jahr. Es sollte jedoch nicht sein, die Pechsträhne setzte sich in boshafter Weise fort. Am ersten Tag landete ich nach groben Fehlern gerade noch auf Rang 28 (von etwa 50 Teilnehmern). Der zweite Tag verlief noch schlimmer. Nach weiteren zeitraubenden Fehlern, erwischte ich noch einen falschen Posten und fiel damit aus dem Klassement. Der gleiche Stil am dritten Tag (siehe oben).
Rückenschmerzen und eine gereizte Achillessehne trugen auch nicht zum Vergnügen und zu guten Leistungen bei.
Etappe 1: Mit einer "guten", d.h. späten, Startzeit ging ich in zügigem Tempo auf die Strecke. Ich kannte schon die Richtzeiten der Favoriten und dachte, dass ich schon etwas Gas geben müsste. Es ging auch recht gut bis vor dem Posten 6. Diesen, ein undefinierbares Objekt, verfehlte ich. Nach einer Suche von gegen 3 Minuten fand ich die Flagge irgenwo im Gebüsch. Natürlich wollte ich dann wieder Zeit gewinnen und steigerte das Tempo auf dem Weg zum P.7. Das war keine gute Taktik, denn ich verfehlte auch diesen Posten. Die Suche dauerte diesmal über 7 Minuten! Damit war meine Motivation verschwunden und ich holte noch lustlos die letzten Posten.
Karte Tag 1
Etappe 2: Die ersten Probleme stellten sich am P.3 ein. Ich überlief den Posten in einem Feld von parallele Rinnen (etwa 2' verloren). Dann ein grober Fehler zum P.7. Ich hielt die Kompassrichtung nicht und suchte den Posten am Rinnenende über 4 Minuten. Das endgültige "Aus" kam dann gleich an der nächsten Kontrolle. Dort erwischte ich nämlich einen falschen Posten . Wieder einmal die Nummer nicht kontrolliert... Damit fiel ich ganz aus dem Klassement.
Karte Tag 2
Etappe 3: Dank dem Fehlstempel vom Vortag war ich aus dem Jagdstart raus und hatte eine späte Startzeit. Also etwas länger und auch besser schlafen. Im flachen, wenn auch sumpfigen Gelände kam ich schnell voran bis ich vor dem Posten 6 auf eine nicht kartierte Wegspur geriet. Diese hielt ich für den Weg weiter nordwestlich und lief am Posten vorbei. Es artete in eine gut 4-minütige Suche aus. Schliesslich konnte ich, ausgehend von einem Wurzelstock, den Posten doch noch anlaufen. Weitere Zeitverluste, nochmals etwa 3 bis 4 Minuten an verschiedenen Posten, kamen noch dazu.
Karte Tag 3
Resultate
Die Etappe 3 lief ich mit meinem neuen Garmin Forerunner 305 am Handgelenk. Das funktionierte gut, das Gerät verlor auch im Wald nie den Satellitenkontakt.
Karte Tag 3 mit GPS-Track
Die Karte habe ich lediglich mit den Posten 3 und 8 geeicht. Bei den übrigen Posten liegt der Track teilweise etwas daneben. Gut sichtbar beim Posten 10. Der Grund liegt offenbar bei Kartenverzerrungen durch Aufnahme, Zeichnung, Druck sowie beim Scannen. Das GPS liefert natürlich auch noch Fehler, diese scheinen mir aber relativ gering zu sein.
Fazit:
Mit dem belgischen Gelände habe ich offenbar Mühe. Das flache Gelände verlangt genaues Kompasslaufen und ein gutes Distanzgefühl (oder Rinnenzählen?). Die Kartierung ist auch etwas gewöhnungsbedürftig. Beispielsweise überwachsene Kahlschläge in weiss mit Grünschraffierung. Ich muss noch üben. In diesem Jahr finden ja noch weitere Läufe in Belgien statt...
Die Bahnen waren diesmal etwas sehr kurz. Siegerzeiten bei 30 Minuten und darunter sind weit von den Richtlinien und meinen Erwartungen entfernt.
Positiv fielen meine ersten Versuche mit dem Forerunner 305 aus. Damit kann ich mindestens meine Suchaktionen dokumentieren...
Die Uhren-Eskalation. Von der einfachen Stopuhr zum GPS.
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