
Vor und nach dem O-Meeting bot der Veranstalter einige Trainings an. Ich nutzte die drei Tage nach den Wettkämpfen dazu, die Insel zu durchstreifen und absolvierte dabei noch 4 Trainingsläufe. Die anderen Teilnehmer hatten offenbar die Trainings schon in der Vorwoche hinter sich gebracht, den bei meinen Ausflügen war ich stets allein auf weiter Flur. Ausser dem Lauf ganz im Osten, befanden sich die Laufgelände in den Bergen, auf einer Höhe von 1200 m bis 1600 m. Dort war es dann bewölkt, neblig und auch ziemlich kalt, im Gegensatz zur Küste mit Sonnenschein und Temperaturen gegen 20°C.
Montag, 30. Januar, mit der Karte Caniçal.
Rauhes, offenes Gelände in der Höhenlage um 300 m. Steiniger Boden, unstabil, unangenehm zum Laufen. Ich lief 32 von den 36 markierten Posten an. Nach über 90 Minuten und gegen 400 Höhenmetern taten mir die Füsse ganz schön weh.
Dienstag, 31. Januar, mit der Karte Chao da Lagoa.
Ein offenes Plateau, gut belaufbar. An den Rändern steilere Abhänge, teilweise mit Farnfeldern, steinig und mühsamer zu belaufen. Einmal geriet ich in eine Partie, auf der Karte eng grün schraffiert, wo ich nur mit Mühe wieder heraus kam! Nach 48 angelaufenen Posten hatte ich ein ansprechendes Pensum hinter mir.
Mittwoch, 1. Februar:

Start und Ziel beim Auto
Am letzten Tag vor der Rückreise fuhr ich in den westlichen Teil der Insel, wo ich zwei kurze Läufe absolvierte. An der Küste war das Wetter schön und warm, in der Bergen leider Wolken und teilweise dichter Nebel.
Der erste Lauf mit der Karte Estanquinhos, am Rand der Hochebene Paul da Serra auf etwa 1500 m Höhe, brachte meist offenes, steiniges Gelände mit viel verdorrtem Farnkraut. Allerdings noch relativ gut belaufbar. Manchmal wurde die Sicht durch dichte Nebelschwaden beeinträchtigt. Hier begnügte ich mich mit einem Lauf von gut 40 Minuten.
Anschliessend fuhr ich noch ein Stück weiter nach Westen. Mit der Karte Fanal absolvierte ich mein letztes Training auf Madeira. Zuerst zögerte ich, des dichten Nebels wegen, nochmals zu laufen. Es lohnte sich aber, denn das Gelände erwies sich als wirklich sehr schön. Gut belaufbar, vielfach mit moosigen Wiesenpartien und interessantem Relief im mittleren Teil. Den grünen Ostteil der Karte liess ich aus. Die Posten dort wären ohnehin nur auf Wegen anzulaufen gewesen.Es gab also nur ein kurzes Läufchen von 27 Minuten und 13 Posten. Ein schöner Abschluss.
Auf dem Rückweg fuhr ich noch ein Stück der Nordküste entlang. Das Wetter war dort unten wieder viel freundlicher, teilweise blauer Himmel.
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