Der erste der zwei Qualifikationslaeufe fand bei San Francisco de Paula, etwa eine Autostunde von Gramado entfernt, statt. Zum Glück wieder bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur. Das Terrain war gut belaufbar, der Untergrund etwas weich. Schönes Relief und gute Sichtbarkeit. Technisch war die Bahn eher einfach.
Ich konnte die Strecke im langsamen Joggingtempo bewältigen, manchmal marschierte ich ein paar Schritte. Fehler passierten mir keine nennenswerten, mit dem Resultat war ich somit recht zufrieden.
Rang 17 von 66.
Zweiter Qualifikationslauf bei Fazenda da Ipe, unweit von Canela.
Die frühe Startzeit war diesmal ein Vorteil, es schien noch die Sonne, die Spätstartenden liefen im Regen.
Das Laufgelände war teilweise offen und sumpfig. Die Waldpartien mit ausgeprägtem Relief wiesen einige grüne Partien auf. Die Belaufbarkeit war vielfach durch Fallholz stark reduziert.
Mein Rennen verlief aehnlich wie am Vortag, also ziemlich langsam. Außerdem unterlief mir ein Fehler, der etwa zwei Minuten kostete: ich stempelte einen falschen Posten und musste wieder zurück laufen.
Diesmal erreichte ich Rang 15. Auch in der Summe der zwei Laufzeiten stehe ich an 15ter Stelle. Das ergibt für den A-Final eine Startzeit etwa in der Mitte des Feldes.
Der Finallauf wurde im gleichen Gelände wie der zweite Qualilauf ausgetragen. Das Wetter schön und warm. Meine Qualiresultate hatten mir eine Startzeit etwa in der Mitte des Feldes gebracht, also eigentlich optimal. Weniger optimal war, dass ich mir noch eine Erkältung mit Halsschmerzen eingefangen hatte. Zur Vorbereitung gehörte also noch ein Pretuval C, neben Magnesium und Kyttasalbe für die Muskelzerrung. Dazu ein Energydrink.
So präpariert gelang mir ein ganz anständiges Rennen. Die Zerrung liess ein leichtes Joggingtempo zu. In den Steigungen konnte ich sogar etwas forcieren. Die Fehler hielten sich im Rahmen: zwei überflüssige Bögen (je 1 Minute) sowie eine kleine Suchaktion (30 Sek.).
Ich war dann sehr erstaunt, mich auf der Zwischenrangliste in Front zu sehen und zwar mit 7 Minuten Vorsprung! Natürlich waren die Besten noch unterwegs und ich rechnete nicht damit, unter den ersten 10 zu bleiben.
In der Endabrechnung fand ich mich schließlich auf Platz 4! Bester Schweizer in den A-Finals! Zwar ohne Medaille, aber sehr zufrieden. Der Rückstand auf den Sieger betrug nur 1 Minute 12, auf Bronze 1 Minute 02.
P.1...P.3: optimal.
P.4: Zu weit nach links gelaufen, Bogen über Sumpf zurück kostet über eine Minute. Im Postenraum noch kurz gesucht (30 Sek.).
P.6: vor dem Posten im Fallholz langsam.
P.7...P.8 OK. Am Posten 8 liege ich noch in zweiter Position und noch vor dem späteren Sieger.
P.9: der entscheidende Fehler: zu weit auf dem Weg gelaufen, dann unsicher im Bogen über die Schneise zum Posten. Mehr als eine Minute verloren.
Rest OK.



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