13.6.10

Krank im Jura: 3.Nat.OL und SOM

Das Wochenende im Französischen Jura bei Lamoura stand für mich nicht unter einem glücklichen Stern, denn am Donnerstag erwischte ich noch eine heftige Erkältung. Das Beste wäre gewesen, gar nicht dorthin zu fahren, aber da ich in der Staffel am Sonntag als Startläufer gemeldet war, tat ich es natürlich wider alle Vernunft trotzdem.

Der Nationale Lauf am Samstag fiel in etwa mit dem Höhepunkt meiner Erkältung zusammen. Entsprechend war dann auch das Resultat.

Vom Start weg beging ich trotz bescheidenem Tempo einen Fehler nach dem anderen.
P.1: zu früh gesucht (1:30 verloren)
P.2: Mit Glück nur eine kleine Suchschlaufe ( 30 s )
P.3: Dachte ich wäre schon zu weit und kehrte vor dem Posten um. Da holte mich der 3 Minuten nach mir gestartete Gerard Venon (ehemaliger französischer Spitzenläufer) ein. Mit ihm zu P.3 (2 Minuten verloren).
P.4: mit Gerard etwa 2 Minuten alle Senken in der Gegend abgesucht.
Dann hatte ich eine relativ gute Phase bis P.8 und ich konnte Gerard wieder abhängen. Bei P.8 belegte ich sogar den 4. Zwischenrang.
Im Schlussteil fehlte mir dann aber die Kraft mehr und mehr und die Konzentration liess nach.
Ich stolperte nur noch in der allgemeinen Kompassrichtung durch den Wald.
P.9: nach rechts abgekommen. Die dritte Flagge war dann endlich die richtige... ( 3 Minuten Zeitverlust ).
P.10: nur 100 m Luftlinie, trotzdem fast 2 Minuten verloren.
P.11: statt links herum lief ich rechts herum und landete ziemlich daneben. Suchaktion etwa 3:30.
Von P.11 ins Ziel war nur noch ein Geländelauf, aber stehend k.o. und mit dem Gefühl mich würgt jemand, verlor ich läuferisch nochmals etwa 2 Minuten.
Fazit: der schlechteste Lauf des Jahres bisher (Rang 14). Mit Schrecken dachte ich an den kommenden Lauf vom Sonntag.

Rangliste

Staffelmeisterschaft:

In der Kategorie H185 zusammen mit Fritz Mathys und Beat Kühni.

Am Sonntagmorgen fühlte ich mich eigentlich gar nicht so schlecht - kein Kopfweh, kein Halsweh, nur die Nase lief wie gehabt. Ich nahm mir vor, ganz langsam zu starten und falls
es wirklich nicht ging, die Bahn abzukürzen, damit wenigstens meine Teamkollegen noch bei den Leuten wären.
Den Startpunkt passierte ich als letzter des Feldes, aber in der Folge sah ich, dass ich mit den langsameren Konkurrenten mithalten konnte. Technisch unterliefen mir keine groben Fehler. So kam ich in Position 8 von 24 aus dem Wald und schickte Fritz auf die zweite Strecke. Dieser lief ein gutes Rennen und verbesserte unser Team auf Platz 5. Leider hatte unser Schlussmann einen missglückten Lauf zu beklagen und wir landeten schliesslich auf Platz 18.


Rangliste

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