16.5.10

Extrem viel OL

Eine anstrengende Woche liegt hinter mir: OL nichts als OL. Nach dem lockeren Bike-OL vom Samstag ging es am Sonntag weiter mit dem Stadtlauf in Rheinfelden. Von dort ins Senioren-Lager nach Prémanon im französischen Jura. 5 Tage mit je 2 Trainings standen auf dem Programm. Leider zeigte sich das Wetter von der garstigen Seite: am Sonntag setzte am Nachmittag der Regen ein und das Wetter blieb die ganze Woche schlecht.
Den Abschluss bildete dann der CO Valaisanne auf dem Col des Planches ob Martigny.


Fricktaler OL in Rheinfelden


Am 9. Mai bei schönem Wetter als Stadt-OL in Rheinfelden. Die Mittelstreckenbahn war abwechslungsreich gelegt, Beginn und Ende in der Altstadt, Parkpartien und Aussenquartiere. Einige interessante Routenwahlprobleme.
Ich kam gut auf die Karte und absolvierte die Strecke ohne grobe Fehler. Einige überflüssige Meter waren natürlich schon dabei, aber mehr als eine Minute schneller wäre nicht möglich gewesen.
So reichte es zur knappen Bestzeit.
Zu Diskussionen gab der Posten 9 Anlass. Dieser lag innerhalb einer als unpassierbar gezeichneten Zaunecke. Für meine Umlaufroute links herum brauchte ich etwa 30 Sekunden länger als die Läufer auf der illegalen Route über den Zaun.

Rangliste



Seniorenlager in Prémanon

Das traditionelle Trainingslager der Senioren war für dieses Jahr im Frühling im französischen Jura angesetzt. Dies im Hinblick auf die Weltmeisterschaft der Senioren (WMOC), welche im August im Neuenburger Jura ausgetragen wird.
Organisiert von Lupo, (aka Dieter Wolf) und seinen Leuten von Wolfland wurde während 5 Tagen intensiv trainiert. Das Trainingszentrum war im Centre Premonval , wo der grösste Teil der mehr als 40 Teilnehmer in 5 schmucken Chalets logierten. Ich zog es vor, im Camper meistens auf dem zugehörigen Parkplatz zu hausen.


Die Trainingsgebiete lagen beidseits der Grenze in technisch anspruchsvollem Gelände.






Montag, 10. Mai, Tag 1:


Bei leider ziemlich tristem Wetter begann es am Morgen mit einer Uebung in Grob/Fein-Orientierung (auch Gelb/Weiss), Postennester einzeln oder zu zweit, ohne Zeitnahme. Ich nahm es gemütlich und absolvierte mein Pensum im Marschtempo. Ich benutzte die Gelegenheit, mich an meinen neuen Daumenkompass zu gewöhnen. Ungewohnt waren auch die kleinen und meistens hoch gehängten Postenflaggen.





Für den Nachmittag war ein Sprint angesagt und zwar um und im Fort Les Rousses. Der erste Teil war noch harmlos, wenn auch das Gelände recht ruppig war. Dann ging es hinein zu den Posten innerhalb der unpassierbaren Festungsmauer. Also weit aussen herum zum Durchgang. Es folgten einige Posten in Tunneleingängen. Da hatte ich schon ziemlich Mühe und verlor Zeit. Zu Posten 16 wurde es dann richtig 3-dimensional. Ich realisierte nicht, dass man den Haupteingang auf einer oberen Ebene quer traversieren konnte. Ich verliess irrtümlicherweise das Fort, musste dann umkehren und einen weiten Umweg laufen. Das gleiche Spiel zu Posten 18, der wieder ausserhalb lag. Mit 76 Minuten Laufzeit war dies der längste Sprint meines Lebens...


Dienstag, 11.Mai, Tag 2:


Am Morgen am Mont Tendre bei unverändert schlechtem Wetter. Duell-Läufe auf 3, 4 oder 5 Schlaufen, jeweils 2 Läufer in entgegengesetzter Richtung. Ich begnügte mich mit 3 Runden (B, C und D).





Am Nachmittag wechselten wir auf den Marchairuz, wo wir einen Team Skore-OL für 3er Teams austrugen. Das Wetter war ganz akzeptabel. Ich lief in einer Mannschaft mit Martin Schaffner (Jungsenior) und Olli Juntunen (finnischer Altsenior). Entsprechend wurden die Posten aufgeteilt. 4 Posten für Olli, 8 Posten für mich und der Rest (13) für Martin.
Die Zeitlimite betrug 90 Minuten. Ich sammelte zügig meine Posten ein unf benötigte dafür nur 47 Minuten. Auch Olli kam bald zurück. Martin benötigte etwas länger, kam aber auch noch innerhalb der Zeit zurück. Allerdings hatte er sich am Ellbogen verletzt und musste sogar zur Kontrolle ins Spital. Zum Glück war nichts gebrochen, es blieb bei einem ansehnlichen Bluterguss.
Es gab dann eine Rangliste, wir belegten hinter den deutschen Elitesenioren den zweiten Platz.

Zum Abschluss sammelte ich noch einige Posten ein, wobei es wieder zu regnen begonnen hatte.


Mittwoch, 12 Mai, Tag 3:

Am Morgen Routenwahlübung nahe bei der Unterkunft. Das Wetter wieder auf der garstigen Seite. Routenwahl zu zweit, so konnte man einen Zeitvergleich machen. Mein Vergleichspartner war Fritz Mathys. Zu P.1 war meine Route rechts herum langsamer. Am P.2 wartete ich dann recht lange, Fritz hatte irrtümlicherweise zuerst P.3 angelaufen... Auf den weiteren Strecken war Fritz meistens schneller, da ich es gemütlich nahm und nur noch durch den Regen marschierte.
Im Abschlussteil (linke Karte) fehlte dann offensichtlich die Flagge am Posten 8.


Das zweite Training am Nachmittag auf dem Col de la Faucille fiel aus, da das Wetter dermassen schlecht war, dass niemand dazu Lust hatte. Es wurde auf den Freitag verschoben und durch einen Restaurantbesuch mit Kaffee und Kuchen ersetzt.


Donnerstag, 13.Mai, Tag 4:

Am Morgen eine etwas längere Anfahrt nach Chapelle de Bois. Diesmal galt es ernst, denn dieser Lauf wurde zur Lagermeisterschaft erklärt. Es gab 4 Varianten: kurz, mittel, lang und extra-lang. Jeder konnte während dem Lauf entscheiden ob er K, M, L oder XL absolvieren wollte, indem er die passende Abkürzung nahm. Ich entschied mich für die Variante L.
Zu P.1 nahm ich die Sicherheitsroute über den Weg. Ohne Probleme kam ich bis zum Posten 6. P.7 fand ich dann leider erst nach einer längeren Suchaktion, wobei ich gut 5 Minuten verlor. Nochmals ein Fehler bei P.9. Zu spät den Weg verlassen und eine Suchschlaufe eingelegt (1.5 Minuten). Von dort nahm ich die letzte Abkürzung (zu P.17). Keine grösseren Probleme mehr bis ins Ziel. Mit einer langen Laufzeit von 76 Minuten rechnete ich mir wenig Chancen auf einen guten Rang aus. Es zeigte sich dann aber, dass meine Leistung ganz akzeptabel war, es reichte mir sogar zum Lagermeister auf der Strecke L :-)


Zum Nachmittagstraining bei weiterhin tristem Wetter verschoben wir uns nach Combe du Morbier zu einem Auffang-OL (Auffangen zu zweit). Läufer A hat die Posten 1, 3, 5 etc auf der Karte, Läufer B 2, 4, 6 etc. Ich absolvierte die Uebung zusammen mit Fritz Mathys.
In gemächlichem Tempo kamen wir ohne Probleme über die Strecke. Wir waren aber wieder recht lang im Wald (99 Minuten).







Freitag, 14. Mai, Tag 5:

Am Morgen, bei etwas besserem Wetter, holten wir das abgesagte Training vom Mittwoch nach.
Vom Col de la Faucille stiegen wir zum Startpunkt auf dem Petit Mt Rond (1542m hoch). Dann Massenstart zum Handicap-OL. Jeder hatte eine individuelle Bahn hinunter zum Parkplatz. Das Handicap (berechnet nach einer geheimnisvollen Formel von Lupo) bestand in der unterschiedlichen Bahnlänge und Anzahl Posten. Theoretisch hätten alle nach 50 Minuten im Ziel sein sollen. Bei mir wurden es dann 54 Minuten, da ich im Schlussteil noch einen grösseren Fehler einbaute. Die besten Zeiten wurden aber von den Ganzalt-Senioren erzielt (36 Minuten).



Nachmittags eine Wanderung auf auf die La Dôle (1677m), ein Aufstieg mit 400 Höhenmeter, Dauer etwa eine Stunde. Oben war es bedeckt, bissig kalt und es blies ein eisiger Wind. Wir pausierten nicht allzu lange und machten uns auf zum Start für den besonderen Leckerbissen, nämlich den "Komplex-OL".
Dieser hatte es dann wirklich in sich: ein steiniger, unübersichtlicher Hang, kaum belaufbar mit Felslöchern und -spalten durchsetzt. Auch lag noch ein rechtes Quantum Schnee.
Es gelang mir kaum je einen Zusammenhang zwischen Karte und Gelände herzustellen. Schon zu P.1 geriet ich zu tief. Ich hörte dann Stimmen von oben im Hang und fand so zum Posten. Zu P.2 und P.3 ging es dann etwas besser. P.4 schien unauffindbar. Wir suchten zu dritt ohne Erfolg. Schliesslich weiter zu P.5. Dort das gleiche Trauerspiel. Wir entschlossen uns noch die Posten 7 und 12 anzulaufen. Unterwegs erfuhren wir, die ersten Posten seien schon eingezogen worden ( u.a. P.4 bis P.7). Also noch zu P.12 hochgestiegen und dann nach über einer Stunde ins Ziel.


Zum Abschluss noch eine leichtere Aufgabe: noch einige Posten abwärts bis zum Parkplatz.







Fazit: eine intensive Trainingswoche, alle Muskeln tun weh (aber keine gravierende Beeinträchtigung durch Hüfte, Rücken, Achillessehne). Leider durchgehend schlechtes Wetter. Hoffentlich nützts etwas für die WMOC. Vielen herzlichen Dank den Organisatoren um Lupo für die enorme Arbeit.



CO Valaisanne:

Einige Trainingslager-Teilnehmer hatten noch immer nicht genug vom OL und fuhren deshalb am Samstag, den 15. Mai nach Martigny, zum Walliser OL auf dem Col des Planches. Reizvolles Gelände, teils offene Wiesen, teils komplexe felsige Hügel.
Natürlich protestierten meine Beine gegen jedes höhere Tempo und ich kam kaum noch die Steigungen hoch. Zum Glück war die Bahn nicht allzu lang. Trotz Fehlern ausgerechnet in den leichteren Partien zu P.2 und P.14 lief ich noch Bestzeit.
Das Trainingslager hatte also doch positive Wirkung: 5 Kategoriensiege für Lagerteilnehmer: D55, H80, H65, H60, H40 ;-))

Rangliste

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