
Dieses Jahr schon sehr früh, nämlich anfangs Februar und erstmals in der Algarve. Am 31. Januar flogen wir nach Lissabon, dann ging es mit dem Auto weiter in Richtung Süd, 300 km nach Tavira.
Das Laufpr
ogramm wurde mit einem Trainingslauf in der Nähe von Tavira eröffnet. Das Terrain löste keine Begeisterung aus. Grün und steinig war der Befund.Die erste Etappe am Samstag, ein Mittelstreckenlauf, wurde in der gleichen Gegend wie das Training ausgetragen. Hier war es glücklicherweise weniger grün
und der Lauf wurde wesentlich positiver beurteilt. Das Rennen gelang mir einigermassen gut. Allerdings suchte ich den Posten 6 gut 2 Minuten. Zwei oder drei kleinere Fehler waren auch noch drin. So reichte es noch zu Rang 5 in einem Feld von doch etwa 65 Läufern.Am Sonntag gi
ng es zur zweiten Etappe nach Faro. Diesmal über eine längere Strecke von 7.4 km mit 18 Posten. Der Start gelang mir gut. Bis zum Posten 5 kam ich optimal voran. Danach folgte ich dem falschen Weg und geriet weit nach links gegen den Kartenrand. Verunsichert zog ich wieder nach rechts ins offene Gebiet und fand schliesslich den Posten. Das kostete etwa 3 Minuten. Der nächste Fehler folgte schon bei P.8, wo ich zu weit lief und gut eine Minute einbüsste. Eine Unsicherheit vor P.10 brachte nochmals einen Zeitverlust.Zu P.11 wurde ich von einem der Favoriten unserer Klasse, nämlich von Etienne Bousser eingeholt. Er war 6 Minuten nach mir gestartet. Ich versuchte sein Tempo zu halten, es reichte aber nur bis P.12, dann verlor ich ihn aus den Augen.
Zu P
.13 erwischte ich eine schlechte Route, eine kaum sichtbare und schlecht belaufbare Wegspur. Das lange Teilstück zu P.14 legte ich auf der Wegroute links herum zurück. Das war nicht optimal, die direkte Route wäre schneller gewesen. Ausserdem lief ich im Postenraum falsch und büsste so nochmals gegen eine Minute ein. Den Rest war schaffte ich dann noch ohne Probleme, allerdings war ich nun erschöpft und mein Tempo eher bescheiden.Das gab nur noch Rang 11 mit einem Riesenrückstand von etwa 12 Minuten.
Die dritte Etappe war fast eine Wiederholung von Etappe 2: gleiche Karte,
gleicher Start und gleiches Ziel. Diesmal 7 km mit 22 (anderen) Posten.Ich fühlte mich schon vor dem Start müde und hielt das Einlaufen kurz. Schon zum ersten Posten lief ich zu weit nach links und verlor gegen eine Minute. Dann ging es eigentlich ganz gut, wenn auch etwas langsam bis vor P.13. Dort lief ich zu weit auf dem Weg und suchte schliesslich auf einem falschen Rücken. Das kostete 2 bis 3 Minuten.

Zwischen P.16 und P.17 musste ein Wassergraben überquert werden. Er war relativ breit und die Tiefe war nicht abzuschätzen. Ich lief etwas dem Graben entlang, schliesslich stand ich dann doch ins Wasser. Im Ziel hatte ich meine gestrige Zeit um genau eine Sekunde übertroffen.
Diesmal landete ich auf dem 7. Platz, wieder mit einem Riesenrückstand auf E. Bousser. Im Gesamtklassement lag ich vor der Schlussetappe auf Rang 6.
Die vierte und letzte Etappe fand am Dienstag nahe der spanischen Grenze bei Vila Real de Santo Antonio in einem flachen Dünengelände statt und sollte nur 3 km lang sein.

Den ersten Posten suchte ich bereits, obwohl ich mir Mühe gab, die Kompassrichung genau zu halten. Ueberras
chenderweise tauchte aus dem Gebüsch der 2 Minuten vor mir gestartete Franz Wyss auf, ebenfalls auf der Suche nach dem ersten Posten. Schliesslich fanden wir die Postenflagge und liefen zusammen weiter. Mit kleinen Varianten liefen wir die gleichen Routen und blieben in Sichtweite bis zum Posten 12. Dort verrutschte mein Blick auf die Karte und ich glaubte, schon am P.13 zu sein... Demzufolge nahm ich die Richtung P.13 - P.14 und lief der faschen Rippe entlang ins Leere. An der Strasse bemerkte ich meinen Fehler und lief von dort den Posten 13 an. Das hatte eine gute Minute gekostet. Nochals eine kurze Suchaktion am P.15. Ich war in der richtigen Mulde, sah die Postenflagge aber in den Büschen nicht.
Schliesslich kam ich 2:06 hinter Franz W. ins Ziel, der damit seinen Zeitverlust vom Start (wo er 180 Grad falsch gelaufen war) wieder mehr als gutgemacht hatte.
Nachträglich stellte man fest, dass der Kartenmassstab nicht 1:10'000 wie auf der Karte aufgedruckt, sondern 1:15'000 gewesen war... Damit war auch klar, weshalb die Teilstrecken so lang erschienen und die Laufzeiten so lang waren. Also 4.5 km statt 3 km. Ausserdem war die Startflagge zu kurz gesetzt, was die Suchaktion auf P.1 erkärt. Auch das Ziel stand übrigens nicht am richtigen Ort...
Mit dem 6. Etappenrang konnte ich mich noch auf Rang 4 im Schlussklassement verbessern. Damit war ich immerhin bester Schweizer!
Alles in allem ein schöner Anlass. Wettermässig um Welten besser als letztes Jahr in den Bergen. Diesmal fast kein Regen und angenehme Temperaturen mit steigender Tendenz. Technisch und terrainmässig interessante Läufe (abgesehen vom Lapsus mit dem Kartenmassstab am letzten Tag).
Meine Leistung lag eher im mittelmässigen Bereich, vor allem die längeren Läufe gelangen mir nicht wie gewünscht. Andererseits war die Konkurrenz an der Spitze so stark, dass ein besserer Rang als der vierte oder dritte fast ausser Reichweite war.
Resultate
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