1.1.08

Sylvester 5-Tage-OL in Belgien

Auch dieses Jahr verbrachte ich die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr beim OL in Belgien. Von Hasselt aus waren die Wettkampforte der 5 Etappen gut zu erreichen. Das Wetter zeigte sich von der guten Seite: manchmal Sonne, fast nie Regen und die Temperaturen im Plusbereich, so um die 5 bis 7 Grad.
Das Laufgelände meist eher flach (Aequidistanz 2m oder 2.5m) vielfach mit feinem Sanddünenrelief.
Nach einem etwas missglückten Auftakt am ersten Tag gelangen mir die Etappen 2 und 3 mit zweiten Plätzen gut. Leider wurde ich am Abend nach dem dritten Lauf von einer heftigen Magen-Darmgrippe befallen. Mit Durchfall und heftigem Erbrechen verbrachte ich die Nacht mehr oder weniger auf der Toilette.
An einen Wettkampf war am nächsten Morgen nicht zu denken und ich musste den 4. Lauf auslassen. Den Tag verbrachte ich mit Kopfschmerzen im Hotelzimmer. Essen brachte ich kaum etwas hinunter.
Da für das Endresultat 4 von 5 Läufen gewertet wurden, entschloss ich mich, den 5. Wettkampf doch noch zu absolvieren. Am Morgen gelang es mir wieder etwas weniges zu essen und zu trinken. Der Lauf war dann eine harte Sache: überhaupt keine Kraft in den Beinen. Ich schlich und stolperte durchs Gelände und war wirklich froh, das Ziel zu sehen. Vor allem am Schluss, in den Sandpartien, brachte ich die Füsse kaum noch vom Boden.
Der Einsatz lohnte sich aber immerhin doch noch, den ich konnte noch knapp den 3.Gesamtrang retten.


Etappe 1, 26.12. bei Herentals:

Hatte Probleme, das Startdreieck auf der Karte zu finden. Dann zuerst P.10 statt P.1 angelaufen. Etwas verwirrt herumgestanden, dann weiter Richtung P.1. Eine gute Minute Zeitverlust.
Am P.7 glaubte ich, ich hätte P.8 angelaufen und lief in nördlicher Richtung, um den richtigen Posten noch zu holen. Schliesslich fand ich einen Posten, den ich für meinen P.7 hielt (in der Hast kontrollierte ich die Nummern nicht mehr!). Dann wieder Richtung Süd zu P.8. Es dauerte seltsamerweise etwas lange, bis ich ihn erreichte... Nochmals 2 Minuten verloren.
Rang 5 mit gut 2 Minuten Rückstand war noch akzeptabel.





Etappe 2, 27.12. bei Opitter:

Am P.1 (Loch) war ich etwas zu tief und suchte einen Moment. Posten 3 bis 8 waren ziemlich unübersichtlich in und um eine Sandgrube gelegt. Ich merkte erst nach dem Lauf, dass dafür ein vergrösserter Kartenausschnitt aufgedruckt war. Immerhin fand ich die Posten auch mit dem 1:10'000er Bild. Mit reduziertem Tempo achtete ich darauf, die richtige Postenreihenfolge einzuhalten.
Alles in allem ein recht gut gelungener Lauf. 2. Rang mit etwa eienr Minute Rückstand.

Etappe 3, 28.12. bei Genk:

Ein wirklich flaches Gelände mit 2m Aequidistanz und 1m Zwischenkurven. Die Posten alles Punktobjekte, aber wenigstens fair gestellt. Ich kam gut über die Strecke. Einzig zu P.10 war ich mir nach dem Durchqueren der Grünpartie über meinen Standort nicht mehr ganz sicher und lief dann sicherheitshalber über die Wegkreuzungen zum Posten.
Wieder Rang 2, diesmal fehlten nur 8 Sekunden zum Sieg.









Etappe 4, am 29.12 musste ich wegen Magen-Darmgrippe auslassen.













Etappe 5, 30.12. bei Hechtel:

Vom Gelände her die schönste Etappe dieses 5-Tage-Laufs. Leider konnte ich es wegen meiner Erkrankung nicht so recht geniessen...
Beim Traben zum Start schon ziemlich wackelig auf den Beinen. Vor allem beim querlaufen fehlte dann die Kraft in den Beinen und beim kleinsten Hügel musste ich schon Marschtempo gehen. Energie und Konzentration liessen immer mehr nach und so schlichen sich auch noch zwei oder drei Fehler ein. Vor allem vor P.10 interpretierte ich die Vegetationsignatur falsch und baute noch einen Haken ein.
Es reichte noch zu Rang 6, aber der Rückstand von über 6 Minuten sagt alles.

Im Gesamtklassement blieb ich unerwartet und mit etwas Glück sogar noch auf dem Podest - Rang 3.


Zu den Ranglisten

Keine Kommentare: