Schon am Donnerstag, den 12.10. begann mein Wochenende mit einem Training im Emmental. Ich fuhr nach Bowil und lief nochmals meine Strecke der diesjährigen EOM. Rund 13 Minuten schneller als im Wettkampf. Einige Alternativrouten erwiesen sich als besser. Vor allem natürlich zum Posten 1, wo ich gegen 6 Minuten verloren hatte.
Tags darauf um die Mittagszeit, nachdem sich der Nebel verflüchtigt hatte, ein weiteres Training, nämlich ein Replay des 5.Nat.OL bei Chuderhüsi. Wieder lief ich die H60-Bahn. Die Routen dieselben wie im Wettkampf mit Ausnahme der Strecke zum Posten 9, wo ich links herum über die Wiesen lief (24 s schneller). Total war ich nicht wesentlich schneller als im Wettkampf (etwa 1 Minute).
Gegen Abend dann fuhr ich nach Wyssachern zum Oberaargauer Nacht-OL. Die Streckendaten verhiessen einen kurzen Lauf mit viel Steigung (2.9 km, 270 m Stg). Schon kurz nach dem Start rutschte ich im glitschigen Steilhang aus und fiel auf den Rücken. Schmerzen im unteren Rückenbereich und in der rechten Schulter begleiteten mich für den Rest des Laufs. Dazu kam nach einem weiteren Sturz auf einem steinigen Weg eine recht schmerzhafte Prellung am linken Knie. Technisch hatte ich trotz diesen Handicaps einen relativ guten Lauf. Allerdings waren meine Routen nicht optimal. Ich lief zuviel quer und in den Hängen statt konsequent die Umlaufrouten auf den Wegen zu wählen. Das gab einige Zeitverluste zu P.3, P.4 und P.10. Die Laufzeit schon sehr lang für die angegebene Distanz.
Ein Nachmessen der Strecke ergab dann eine Luftliniendistanz von 4.4 km, was auf einen Massstabfehler bei der Streckenberechnung hindeutet...
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Am Samstag fuhr ich Richtung Lausanne zum CO Vaudoise bei Chalet-à-Gobet. Beim Einlaufen spürte ich meine Verletzungen vom Nacht-OL, besonders das Knie schmerzte ziemlich stark. Natürlich startete ich trotzdem.
Der Wald Jorat-Mauvernay erwies sich alles andere als gut belaufbar. Reichlich Bromeeren und Fallholz behinderten ein zügiges Vorankommen. Weiss auf der Karte bedeutete meistens kniehohe Dornenfelder.
Posten 2 suchte ich 3 bis 4 Minuten lang im diffusen Grün. Am P.3 gleich nochmals ein Haken (1 Minute). Dann hatte ich mich besser ans Gelände und an die Karte gewöhnt und kam ohne grobe Fehler durch.
Die Ueberraschung kam dann noch im Wettkampfzentrum beim Auslesen des SI-Badges: der letzte Posten fehlte! Tatsächlich hatte ich diesen beim Abzeichnen übersehen und nicht auf meiner Karte eingezeichnet, wahrscheinlich weil er teilweise vom Zielkreis überdeckt war...
Also zwar Bestzeit gelaufen, aber nicht klassiert.
Nach diesem Lauf tat mir dann buchstälich alles weh und ich zog eine vorzeitige Heimreise in Betracht. Schliesslich entschloss ich mich, doch das ganze Programm durchzuziehen und auch am Sonntag nochmals zu laufen.
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Der Hondricher OL fand bei schönstem Wetter im Diemtigtal statt. Ich fühlte mich wieder bedeutend besser, vor allem war mein Knie fast schmerzfrei.
Mit Bustransport ging es in die Höhe nach Nüegg am Wiriehorn in ein schönes alpines Laufgelände. Der Lauf war technisch einfach, grossteils über die Alpweiden. Die Schlaufe im Steinfeld mit den Posten 4, 5 und 6 sah schwieriger aus als sie dann tatsächlich war. Vor allem auch, weil jede Menge Läufer diese Posten anliefen. Zu P.6 lief, oder besser marschierte ich in einer Kolonne und musste beim Posten anstehen... Der letzte Teil zu P.12, P.13 und ins Ziel war dann noch ein echter Konditionstest. Mein Energiereservoir war endgültig geleert und ich schleppte mich ziemlich kraftlos den Steilhang hoch ins Ziel. Erstaunlicherweise reichte es trotzdem noch zur Bestzeit, wenn auch nur knapp.
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