Wegen den Rückenbeschwerden (vom Sturz am Schaffhauser-OL) zweifelte ich noch am Gründonnerstag an meinem Start im Elsass. Die Schmerzen liessen zum Glück am Freitag stark nach und so fuhr ich am Samstag doch noch westwärts in die Gegend von Mulhouse. Allerdings ohne grosse Ambitionen, zumal ich mir auch noch eine kräftige Erkältung eingefangen hatte.
Etappe 1 am 7.4. bei Illfurt mit der Karte ´Le Grand Canon´. Das Wetter schön allerdings mit einem unangenehm kalten Wind. Das Gelände sehr schnell belaufbar und technisch einfach. Mein Rücken behinderte mich fast nicht mehr, ich war jedoch vorsichtig beim abwärts laufen. So kam ich ganz anständig durch mit einigen kleineren Zeitverlusten, etwa zu P.2 (nicht direkt gelaufen), P.4 (Loch zuerst in der falschen Richtung gesucht). Fehlertotal etwa 1:30. Das genügte noch zum Rang 5. Besser als meine Erwartung
Karte
GPS-Track (blau) sowie Höhenprofil und Pulsdiagramm
(Einige Karten- und /oder GPS-Fehler sind erkennbar, vor allem P.9-P.10 und P.10-P11)
Etappe 2 am Ostersonntag in Steinwald bei Cernay, mit der Karte ´Eichwald´. Das Wetter gleich wie am Vortag.
In der Nacht auf den Sonntag absolvierte ich noch so etwas wie eine Schnellgrippe. Es begann mit Kopfschmerzen, später kamen noch Magenbeschwerden mit Brechreiz dazu. Um 3 Uhr morgens gelang es mir, noch 2 oder 3 Stunden zu schlafen. Als ich um 6 Uhr erwachte, waren die Beschwerden fast vollständig verschwunden! Ich konnte dann gegen meine Erwartungen doch zum Start marschieren, nachdem ich schon eine vorzeitige Heimfahrt in Betracht gezogen hatte.
Die Laufbahn wies viel mehr Steigung auf als am Vortag und war um einiges ruppiger. Der erste Teil gelang mir gut, auch läuferisch fühlte ich mich besser als erwartet. Etwas Zeit verlor ich zu P.6, wo ich das Loch im Grünen suchte, dabei lag es direkt an der Wegspur. Zu P.8 hatte ich Probleme, die Lichtung vor dem Posten zu sehen... Eine Suchaktion von gut einer Minute war die Folge. Gleich anschliessend zu P.9 war meine Routenwahl rechts herum ziemlich schlecht und kostete 30 bis 40s. Der Rest dann wieder gut und ohne Probleme, abgesehen vom etwas reduzierten Tempo bergab. Fehlertotal etwa 2:30.
Diesmal reichte es zu Platz 2, gerade 1" vor H.R. Brand, aber mit einem Riesenabstand auf den Sieger Bousser (über 7´).
Karte
Etappe 3 am Montag in aller Frühe mit Jagdstart. Gleiches Ziel wie am Vortag. Ich startete auf Position 4. Favorit Bousser weit voraus. Auf die Positionen 3 und 2 hatte ich 0:55 resp. 1:48 Rückstand. Gegen hinten rund 2:30 Reserve.
Der Start geriet gut, am P.2 lag ich schon auf Position 3. Auf P.4 unterlief mir dann aber ein fataler Fehler: ich kontrollierte im Grün die Richtung nicht, geriet viel zu weit nach links. Eine verzweifelte Sucherei war die Folge. Es dauerte 13:21 bis ich endlich am Posten stand und das für eine Distanz von 350 m! In der Zwischenzeit war natürlich mehr als ein halbes Dutzend Konkurrenten an mir vorbei gezogen. Einige davon überholte ich beim P.7 wieder. Dieser Posten stand übrigens ziemlich falsch, nämlich etwa 80 m weiter oben am Hang... Den Rest des Laufes absolvierte ich noch mit mässiger Motivation allein. Bemerkenswert noch ein weiterer falsch stehender Posten, nämlich P.12, der statt am Rinnenanfang etwas höher auf einer Nase stand. Schliesslich belegte ich den 5. Schlussrang (aber nur dank dem Umstand, dass zwei Läufer falsche Posten ins Ziel brachten...).
Karte
Fazit: Trotz dem missglückten Abschluss positiv. Vor allem natürlich, weil mein Rücken wieder schmerzfrei ist. Die ersten zwei Etappen gelangen mir ja ganz ansprechend. Auch das schöne Osterwetter trug zur guten Stimmung bei.
Ranglisten
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