17.7.05

Sieg im Tessin am Schweizer 5-Tage-OL



Mit 4 Etappensiegen gewann ich die 5 giorni Svizzera in den Tessiner Wäldern. Am meisten freute mich mein deutlicher Sieg an der schwierigsten 3.Etappe bei Taverne. Bei den andern Etappen hatte ich ein gutes Quantum an Fehlern zu verzeichnen und so war auch etwas Glück im Spiel (welches mir im Trentino gefehlt hatte).
Die Woche war wettermässig durchgehend prächtig, d.h. auf der heissen Seite.

Unterkunft im Camper auf dem Campingplatz in Cureglia bei Lugano. Von diesem waren die Etappenorte viel besser zu erreichen als vom Zentralort in Tenero.

1. Tappa: 11.7. Stadt-OL Bellinzona
Heiss und staubig in den Strassen von Bellinzona. Der Lauf war einfach und ich hatte keine Probleme ausser beim Posten 14, wo ich einen Einzelbaum erwartete. Ich lief ein paar Meter am "besonderen Objekt" vorbei und verlor etwa 20". Das Highlight war die Strecke über die Burgmauer. Es reichte knapp zur Bestzeit (19" Vorsprung).
Karte

2. Tappa: 12.7. Tesserete
Wieder sehr warm. Der Lauf war in der ersten Hälfte technisch recht einfach. Auf Posten 5 wählte ich die längere Wegroute, diese konnte ich durchlaufen. P.12 überlief ich und verlor dabei etwa 40". Auch P.13 verfehlte ich und baute einen Haken ein (1' Verlust). Nach gut 34' passierte ich den drittletzten Posten. Danach wurde ich etwas leichtsinnig und versuchte P.15, ein Loch im Hang, direkt anzulaufen. Dies misslang gründlich. Eine 4-minütige Suche war die Folge... Hätte die Wegroute rechts herum nehmen sollen. Auf den letzten Posten lief ich zu tief im Steilhang und verlor nochmals etwas Zeit. Ziemlich erschöpft erreichte ich das Ziel. Die Konkurrenz hatte aber auch ihre Fehler und so reichte es trotzdem noch zum Tagessieg mit 10" Vorsprung...
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3. Tappa: 13.7. bei Taverne
Diesem Lauf ging der Ruf voraus, die schwierigste Etappe zu sein. Und so war es den auch, sehr detailreich und felsig. Ich ging den Lauf sehr vorsichtig an und versuchte, den Kartenkontakt immer zu halten, was mir auch weitgehend gelang. Alle Posten kamen wie erwartet, ein nahezu perfekter Lauf. Wieder Tagessieg, diesmal mit 3 Minuten Vorsprung. Die Gesamtführung konnte ich so auf etwa 6 Minuten ausbauen.
Auf der Brücke zum Ziel
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4. Tappa: 15.7. bei Cademario
Nach dem Ruhetag fand diese Etappe am Morgen statt und ich startete als einer der ersten Läufer (10:09). Die Anmarschzeit hatte ich etwas unterschätzt, es reichte aber noch für ein paar Minuten Erholung vor dem Start. Die ersten 2 Posten kamen ohne Probleme, obwohl ich die ersten Spuren durch die Farnfelder legte. Zum Posten 3 wurde ich nachlässig und geriet im Hang zu weit nach links. Auf dem Weg oberhalb des Postens konnte ich meine Position nicht bestimmen. Eine Suche von 2 bis 3 Minuten war die Folge. Die Posten 5 und 6 überlief ich und verlor dabei nochmals über eine Minute. P.7 und 8 wieder direkt angelaufen. Bei P.9 stand ich oben in der Mulde, sah aber den Posten nicht. Also suchte ich noch in den 2 Mulden rechts ohne Erfolg. Zurück in die erste Mulde, da stand ja der Posten... (1'30" gesucht). Den Rest absolvierte ich ohne weitere Probleme bis zum letzten Posten. Dort hatte ich das Gefühl, den zweitletzten Posten ausgelassen zu haben... Ich stieg ein paar Meter zurück bis ich merkte, dass alles in Ordnung war. Also zurück zum Posten 15. Dort kontrollierte ich nochmals und machte mich dann auf den Zieleinlauf. Dieses Intermezzo kostete nochmals eine halbe Minute. Alles in allem ein ziemlich misslungener Lauf, 4. Tagesrang, aber nur 58" Rückstand auf die Bestzeit.
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5. Tappa San Bernardino
Schlussetappe auf 1700 bis 1800m Höhe, zum Glück nicht mit Jagdstart, mit gut 5 Minuten Vorsprung in der Gesamtwertung. Ein sauberer Lauf war gefordert. Daraus wurde vorerst nichts, ich suchte bereits den ersten Posten. Den Wurzelstock nach dem Sattel erwartete ich zu früh, und suchte oberhalb über eine Minute. Bis zum Posten 6 kam ich dann zügig voran, auch die etwas heiklen Posten 4 und 5 lief ich sauber an. Posten 7 überlief ich, bis in die nächste Mulde und wieder zurück (1' Zeitverlust). Weitere kleine Zeitverluste auf P.8 (zu tief durch den Graben) und P.10 (direkte Route besser). Hart war noch der Aufstieg zum letzten Posten und der Zieleinlauf!
Trotz meinen Fehlern (total etwa 3') reichte es, etwas unerwartet, nochmals zum Tagessieg und damit auch zum Sieg in der Gesamtwertung.
Karte

Der Korb
Resultate

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